Bucket List - Kritische Gedanken

Kann eine Bucket List dir Schaden? Kritische Gedanken und das richtige Mindset

Eine Bucket List ist eine beliebte Methode, die eigenen Träume und Ziele in einer To-do-Liste fürs Leben festzuhalten. Insbesondere nach den Filmen Das Beste kommt zu Schluss oder Das bescheuerte Herz sind viele auf das Konzept Bucket List aufmerksam geworden.

Doch macht eine Bucket List wirklich glücklich? Für mich kann ich das definitiv bejahen. In letzter Zeit habe ich allerdings auch immer einige kritische Gedanken gehört. Bspw. dass eine Bucket List Druck aufbaut oder runterzieht.

In diesem Beitrag teile ich einige kritische Gedanken zur Bucket List und gebe Tipps, mit welchem Mindset du deine Bucket List angehen solltest.

Was ist eine Bucket List?

Bucket List

Eine Bucket List ist eine Liste all jener Dinge, die Du in Deinem Leben erreichen oder erleben willst.

Neben Reisezielen kann Deine Bucket List unterschiedliche Kategorien wie Reiseziele, besondere Erlebnisse, berufliche oder private Ziele enthalten. Der eigenen Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Der Begriff Bucket List bezieht sich auf die englische Redewendung „to kick the bucket“. Diese Redewendung soll darauf zurückzuführen sein, dass im Mittelalter Hinrichtungen mit dem Galgen üblich waren und der Scharfrichter den Eimer weggetreten hat. Das deutsche Äquivalent zur Bucket List ist die Löffelliste.

Warum solltest du eine Bucket List haben?

Meine Bucket List habe ich im Dezember 2017 erstellt und für mich war es eine Entscheidung, die mein Leben sehr zum Positiven verändert hat.

Ich habe nicht nur wahnsinnig spannende und aufregende Punkte auf meiner Bucket List stehen, sondern seitdem auch großartige Dinge erlebt.

Alpakawanderung
Alpakawanderung

Z.B.

In Kürze folgen eine USA-Rundreise und ein Mammutmarsch.

Blick für das Wesentlich nicht verlieren

In der heutigen Zeit sind wir ständig mit mehr oder weniger wichtigen Dingen verplant. Sozialen Medien sei Dank sind wir zudem einem inflationären Strom aus Informationen ausgesetzt. Tag täglich zeigen uns Instagram und Facebook, wie toll das Leben anderer Menschen ist.

Eine Bucket List kann Dir helfen all das einmal auszublenden und zu überlegen, was Dir allein eigentlich wichtig ist. Welche Orte auf diesem Planeten möchtest du gesehen haben und welche Fähigkeiten möchtest Du Dir aneignen?

Bewusstmachen, dass das Leben endlich ist

Fakt ist: Das Leben ist endlich und wir haben nicht alle Zeit der Welt unsere Träume zu verwirklichen. Wer das Leben, dass er eigentlich Leben will, immer weiter auf die Zukunft verschiebt, hat wenig vom Hier und Jetzt.

5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen
5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

In Bronnie Wares Bestseller 5 Dinge, die Sterbende am Meisten bereuen*  bereuen Menschen am Ende ihres Lebens vor allem, dass sie nicht den Mut gehabt haben ihr eigenes Leben gelebt zu haben. Vielmehr haben sie die Dinge getan, die andere von ihnen erwartet haben.

Eine Bucket List kann Dich dabei unterstützen deine Lebensträume ins Hier und Jetzt zu holen und dir bewusst zu machen, was Dir wichtig ist.

Ziele aufschreiben hilft die Ziele auch zu erreichen

Die Macht des geschriebenen Wortes ist groß!

In einer Harvard-Studie aus dem Jahr 1979 wurden Studenten gefragt, ob sie klar definierte Ziele für ihre Zukunft haben. 84 % der Studenten hatten keine klar definierten Ziele für ihre Zukunft. 13 % hatten klar definierte Ziele, diese aber nicht aufgeschrieben. Nur 3 % hatten klar definierte Ziele und diese auch aufgeschrieben (Forbes.com)

Als die Studenten 10 Jahre später erneute befragt wurden, hatten die 3 % mit den verschriftlichten Zielen im Schnitt ein 10-mal höheres Einkommen als ihre Mitstudenten.

Kann eine Bucket List dir Schaden? Kritische Gedanken und das richtige Mindset 1 bucket list schreiben

Der Maßstab muss nicht gleich so groß sein und der Vergleich mit anderen ist auch nicht wichtig. Wenn Du für Dich deine Ziele aufschreibst, kannst du diese nur nicht besser verinnerlichen, sondern schaffst auch eine größere Verbindlichkeit.

Noch mehr Gründe, warum eine Bucket List eine tolle Ideen ist, findest Du in dem Beitrag 7 Gründe warum eine Bucket List dein Leben verändert

Kritische Gedanken: Darum macht eine Bucket List dich nicht unbedingt glücklich

Seit ich meine Bucket List habe viel Zustimmung erhalten und es freut mich jedes Mal, wenn ich Andere mit meinen Berichten inspirieren kann.

Ich habe aber in meinen Blogkommentaren auch einige kritische Gedanken gelesen, die mich etwas zum Nachdenken gebracht haben und die ich im Folgenden näher betrachten möchte.

Bucket List – ein Instrument zur Selbstoptimierung?

Beruflicher Erfolg, Traumfigur, Persönlichkeitsentwicklung und die perfekte Beziehung/Familie. Eine Bucket List kann schnell als verlängerter Arm zu Selbstoptimierung gesehen werden.

Doch das wäre nicht im Sinne der Sache. Eine Bucket List ist dazu da den Dingen, die Dir wichtig sind, Ressourcen und Zeit zu widmen. Nicht um jeden deiner Lebensbereiche zu optimieren.

Joggen Hardt

Social Media – Der Vergleich mit Anderen

Auf Plattformen wie bucketlist.org oder woovly kann man eine Online Bucket List führen. Die abgehakten Punkte kann man öffentlich teilen und sich Likes und Kommentare anderer Bucketlister einholen.

Erst mal eine tolle Idee! Allerdings vergleicht man sich hierdurch stark mit anderen und bekommt präsentiert, welche tollen Punkte Andere schon abhaken konnten. Aus diesem Grund nutze ich Online-Plattformen auch nur zur eigenen Inspiration und bin auf Instagram kaum aktiv.

Kann eine Bucket List dir Schaden? Kritische Gedanken und das richtige Mindset 2 Selfie

Meine Bucket List ist meine eigene ganz persönliche Liste. Ich möchte mich damit nicht mit anderen messen. Wie auch? Auf meiner Liste stehen die Dinge, die mir wichtig sind.

Daher solltest Du auch nicht den Fehler machen Punkte aus dem Grund auf Deine Bucket List aufzunehmen nur, weil es auf Instagram gerade in ist mit Schweinen auf den Bahamas zu schwimmen oder sich auf Aruba mit Flamingos ablichten zu lassen.

Kann man die Highlights im Leben überhaupt planen?

Meist sind es die spontanen Erlebnisse, an die wir uns noch Jahre später zurückerinnern.  Das kann auch so bleiben. Für mich schließt das Eine das Andere nicht aus.

Ich habe in den vergangenen Monaten viele tolle Erlebnisse gehabt, die nicht auf meiner Bucket List standen. Ich habe für mich den Eindruck, dass meine Bucket List meine Wahrnehmung für tolle Veranstaltungen und Events „schärft“. Meine Hemmschwelle z.B. einfach mal zur Kleidertauschparty bei mir um die Ecke zu gehen, eine Farbberatung zu machen oder mich zum Handlettering-Kurs anzumelden, ist deutlich gesunken.

Erdbeeren pflücken in Leichlingen

Vergangenes Jahr sind wir total k.o. nach einem Umzug an einem Erdbeerfeld zum Selberpflücken vorbeigefahren (ein Punkt auf meiner Bucket List). In bin mir sicher, dass ich ohne den Gedanken an meine Bucket List dort nicht angehalten hätte, sondern wie in den Jahren davor, einfach mit dem Gedanken „Ein anderes Mal“ vorbeigefahren wäre.

Verliert man den Blick für die kleinen Dinge im Leben?

Fallschirmsprung, Reise in die Antarktis, Schwimmen mit Delfinen – verliert man bei all diesen einzigartigen Erlebnissen nicht den Blick für die kleinen Dinge?

Kann sein, muss aber nicht!

Bei meiner Bucket List war es mir wichtig neben „großen“ Erlebnissen und Ziele auch Punkte aufzunehmen, die sich an einem Nachmittag abhaken lassen. Bspw. Origami falten, Erdbeeren pflücken oder eine Schwarzwälder Kirschtorte backen. All diese Dinge hatte ich schon seit Jahren vor, aber immer weiter vor mich hingeschoben.

Golfkurs in Frechen

Ich lese gerne den Bucket List Blog von Christina (justabucketlistdream.com). Auf ihrer Bucket List stehen so tolle Dinge wie einen Regenbogenkuchen machen, auf einem Trampolin schlafen oder den perfekten Kuss haben.

Scheitern, wenn man nicht alles erreicht

Was passiert, wenn man nicht alle Punkte auf der Bucket List erreichen kann? Hat man dann weniger gelebt oder Chancen im Leben verpasst?

Ich habe mich auch schon bei dem Gedanken erwischt, dass ich mich bei den Reisezielen einschränken muss, da ich ja unmöglich alle Länder in diesem Leben bereisen kann.

Trotzdem wird meine Bucket List immer länger und länger. Ich habe für mich entschieden, dass ich nicht all diese Punkte in meinem Leben erreicht haben muss. Ich werde mich nicht als Versager fühlen, wenn ich nicht alle Punkte auf meiner 30 bevor 30 Bucket List erledigt habe. Ich bin mir sogar schon sicher, dass ich bestimmt nicht alle Punkte schaffen werde.

30 bevor 30 Liste
30 bevor 30 Bucket List

Wenn mir Ziele auf meiner Bucket List nicht mehr wichtig werden, streiche ich diese auch wieder und versuche nicht krampfhaft Ziele zu erreichen hinter denen ich gar nicht mehr stehe.

Meine Bucket List ist für mich eine Inspiration, kein Muss!  Diese Herangehensweise empfehle ich dir auch. Zudem kannst du gar nicht wissen, wann es Zeit ist, Bilanz zu ziehen. Es geht ausschließlich darum, das Leben auszukosten und am Ende deines Lebens sagen zu können, dass du verdammt viel Spaß hattest und ein Leben nach deinen Vorstellungen gelebt hast.

Bucket List zieht in einer schwierigen Lebensphase noch mehr runter

Ich kann mir vorstellen, dass eine Bucket List in einer schwierigen Lebensphase noch mehr runterziehen kann oder aber du gar nicht die Energie hierfür aufbringst.

Andererseits (und so war es bei mir) kann eine Bucket List extrem motivieren, die positiven Dinge im Leben zu sehen, durchzuhalten und für die eigenen Träume zu kämpfen.

Hier musst Du in Dich reinhören und entscheiden, ob eine Bucket List das Richtige für Dich ist. Was für mich oder andere ein tolles Konzept ist, muss nicht für Jeden so sein.

Anleitung: So erstellst du eine Bucket List

Du hast Lust, Dir eine Bucket List zu erstellen? Dann empfehle ich dir meinen Beitrag In 4 Schritten zur Bucket List. Hier zeige ich dir, wo du dir Inspiration holen kannst und wie du rausfindest, was dir wichtig ist. Zudem kannst du dir kostenlos (und ohne deine E-Mail-Adresse hinterlassen zu müssen) Vorlagen runterladen.

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Alternative zur Bucket List

Eine Bucket List ist vielleicht doch nicht das Richtige für oder du bist dir noch unschlüssig?

Eine Möglichkeit wäre es, eine temporäre Bucket List zu erstellen. Bspw. mit Dingen, die du vor deinem nächsten Runden Geburtstag erleben willst

Sommer Bucketlist Ideen als Download
Sommer Bucket List

Meine Meinung: Bucket List ja, aber mit dem richtigen Mindset

Für mich ist eine Bucket List genau das Richtig. Nicht nur, weil ich ein Listenmensch bin. Meine Bucket List hilft mir nicht nur meine Ziele und Träume zu konkretisieren, sondern diese auch zu verwirklichen.

Meiner Meinung nach ist es wichtig eine Bucket List mit dem richtigen Mindset zu starken und sich vor Augen zu führen, was eine Bucket List nicht ist.

Eine Bucket List soll motivieren. Nicht deprimieren oder Druck setzten. Nur weil viele Menschen eine Bucket List haben, muss es nicht für jeden funktionieren. Daher finde ich es auch völlig legitim und kann es nachvollziehen, wenn eine Bucket List nicht für jeden das Richtige ist.

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Die Bucket List: 500 Dinge, die man im Leben getan haben muss*

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1 Kommentar zu „Kann eine Bucket List dir Schaden? Kritische Gedanken und das richtige Mindset“

  1. Ein toller motivierender Beitrag. Ich kenne so eine Liste durch meine Tochter. Sie arbeitet die gemütlich seit vier Jahren ab. Manchmal ändert sie etwas. Für mich etwas schwierig da meine MS so unberechenbar ist. Ich habe im Kopf eine. Norwegen wünschte ich mir seit Jahren. Endlich nach 30 Jahre erfülle ich mir dem Wunsch.
    Liebe Grüße Caro

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