Senkrecht die Hauswand runter: Andrenalin pur beim Houserunning

Senkrecht die Hauswand runter: Andrenalin pur beim Houserunning

Houserunning – Was ist das?

Houserunning ist nichts für Menschen mit Höhenangst oder leichtem Schwindel. Beim Houserunning stellst du dich an die Kante eines Hochhausdaches. Dann beugst du dich  langsam nach vorne, bis du im 90-Grad Winkel an der Kante stehst. Anschließend läufst du mit dem Gesicht nach unten die Hauswand hinunter.

Houserunning: Dorint Hotel in Köln

Aufs Housrunning bin ich gestoßen, als ich auf jochen-schweitzer.de nach Ideen für meine Bucketlist gesucht habe. Nachdem mir Bungee-Jumping und Gleitschirmfliegen noch eine Hausnummer zu groß schien, habe ich mich zum Houserunning direkt anmeldet.

Houserunning-Termine werden beim Veranstalter erst im Mai angeboten, weshalb ich einige Monate Vorfreunde genießen durfte. Als es dann soweit war, haben wir uns nach Köln zum Dorint Hotel aufgemacht. Als dass Navi immer näher zum Zielort kam, habe ich alle möglichen Hochhäuser anvisiert, ob ich mich hier wohl gleich die Fassade runterstürzen würde. Ich war dann etwas enttäuscht, dass das Dorint Hotel mit 30m eines der niedrigen Gebäude in der Umgebung war. Ich hatte mir vorher im Internet Houserunning Videos angeschaut, in denen die Häuser wesentlich höher waren. Aber auch dieses Höhe muss erstmal geschafft werden.

Uns los geht’s

Vor Ort angekommen haben wir erstmal einigen anderen Teilnehmer zugeschaut, die gerade dabei waren die Hauswand runterzulaufen, bevor wir uns drinnen angemeldet haben und erstmal ein Belehrung zur Sicherheit unterschrieben haben. Anschließen wurden uns von Team die Sicherheitsgurte angelegt und angeboten, dass wir für 20€ (inkl. SD-Karte) unser Houserunning filmen lassen können.

Mit dem Aufzug ging es dann hoch aufs Dach. Da ich als letzter Teilnehmer unserer Gruppe runter laufen sollte, hatte ich noch genug Zeit die Aussicht über Köln vom Dach aus zu genießen. So weit so gut: Als ich dann dran war mir doch ziemlich mulmig zumute. Schließlich sollte ich mich allen Ernstes an den Rand des Daches stellen und dann langsam nach vorne beugen. Ehrlich gesagt habe ich die Instruktionen gar nicht mehr richtig mitbekommen. Da ich aber schon fünf anderen Teilnehmern zugucken durfte, wusste ich so ungefähr was zu tun war. Als es dann losging habe ich gar nicht mehr bewusst drüber nachgedacht, was passieren könnte oder ob es eine Option ist abzubrechen.

Also habe ich mich so breitbeinig wie möglich hingestellt und mich langsam nach vorne gezogen. So im Nachhinein, kann ich mich gar nicht erinnern nach unten geschaut zu haben. Die Höhe habe ich gar nicht richtig wahrgenommen. Stattdessen kann ich mich erinnern wie rutschig meine Schuhe an der Dachkante waren und ich gar nicht schnell genug meinen ersten Schritt machen wollte.

Nachdem ich mich überwunden hatte, überhaupt die Hauswand runterzugehen und dann auch endlich in meiner 90-Grad Position angekommen war, fing es an Spaß zu machen. Nach ein paar Schritten, wurde mir zugerufen, dass ich mal springen soll. Mein erster Sprung war noch etwas zaghaft, weil ich die Befürchtung hatte danach gegen die Wand zu klatschen, waren die darauffolgenden Sprünge schon etwas höher. Leider war ich dann nach gefühlt ein paar Sekunden schon wieder unten.

Unten angekommen wurde ich mit dem unglaublichen Gefühl meine Angst überwunden zu haben und einfach ein mega tolles Erlebnis gehabt zu haben belohnt. Vom Veranstalter erhielten wir noch eine Urkunde, die uns als „offiziell anerkannte Schwerkraftbesieger“ auszeichnet. Zuästzlich haben wir  einen 50% Rabatt-Gutschein für unser nächster Bungee Jumping oder Houserunning-Erlebnis bekommen.

 

Wo kann man Houserunning machen?

Durchs Houserunning bin ich wie schon geschrieben über Jochen Schweitzer gestoßen. Man kann aber zum gleichen Preis auch direkt beim Veranstalter buchen. Neben Köln, kann man Houserunning zwischen Mai und Oktober auch in Frankfurt, Berlin, Hamburg und München buchen. Die Betreuung vor Ort war echt super. Wir wurden super freundlich empfangen und ich habe mich die ganze Zeit sicher aufgehoben gefühlt. Das Team hat es super verstanden, jedem Teilnehmer vor dem Lauf ein Stück weit Nervosität zu nehmen.

Bucketlist Fazit

Es hat mich ein großes Stück  Überwindung gekostet mich oben an den Rand zu stellen, mich über die Kante zu beugen und dann die Wand hinab zu laufen. Aber es hat sich gelohnt. Nach dem Ziplining hat mr das Houserunning diesmal deutlich mehr abverlangt. Leider war ich zu Beginn so sehr mit meiner Nervosität und der richtigen Ausführung beschäftigt, dass ich die Höhe gar nicht so sehr mitbekommen habe. Bis ich mich getraut habe, richtig hoch zu springen war ich auch schon unten. Ich wäre gerne noch ein zweites Mal runter gelaufen.

Das Houserunning hat auch dazu geführt, dass ich einen Bungee Sprung nicht mehr kategorisch ausschließe. Das Houserunning-Erlebnis hat also dazu geführt, dass sich meine Komfortzone erheblich vergrößert hat.

6 Gedanken zu „Senkrecht die Hauswand runter: Andrenalin pur beim Houserunning

  1. Hi Denise,

    cooler Beitrag, hat mich gleich auch an mein House Running Erlebnis erinnert 🙂
    Ich sagen muss, da bin ich echt über meine Grenzen gegangen, denn in Frankfurt waren es tatsächlich 100m und der erste Schritt, bis man in der waagerechten hängt, der war echt schwer.

    Viele Grüße
    Isa von lustloszugehen

  2. Ich habe das ja auch gemacht. ich muss zugeben, dass ich auch was Angst hatte, als ich dann oben auf der Plattform stand. Man muss sich dann ganz langsam in eine 90 Prozent Stellung kippen, wie du es beschrieben hast. Ich fand das ist eigentlich das schlimmste daran gewesen. Danach wird die Angst immer weniger. Also ich kann das auch nur wärmstens empfehlen das Houserunning mal auszuprobieren. Ist echter Nervenkitzel !! 🙂

    1. Das interessante dabei ist, dass ich das wahrscheinlich problemlos ein zweites Mal machen könnte 😀 Die Komfortzone hat sich also ein großes Stück weit ausgedehnt.

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