Bucket List Hindernis Zeit

Darum ist keine Zeit immer nur eine Ausrede!

Heutzutage scheint es so, als ob Alle immer so beschäftigt sind oder er sogar zum guten Ton gehört beschäftigt zu sein. Keine Zeit gehört gewissermaßen zum Standard-Vokabular. Wenn es um die Verwirklichung deiner Ziele und Träume geht, ist Keine Zeit aber nur eine Ausrede. Eine Ausrede, warum du nicht aktiv wirst, um endlich das zu tun, was dir wichtig ist und dich deinen Zielen näher bringt.

Erfahre in diesem Beitrag, warum ich der Meinung bin, dass Keine Zeit nur eine Ausrede ist und welche Tipps und Gedankenanstöße dir weiterhelfen, mehr Zeit für deine Prioritäten zu finden.

Ich habe keine Zeit = Ich nehme mir keine Zeit

Im Grunde genommen hat kein Mensch Zeit, da man Zeit nicht besitzen kann. Zeit ist da, ob man sie haben will oder nicht. Wir alle haben die gleichen 24 Stunden am Tag – nicht mehr oder weniger. Du kannst nicht mehr davon haben, auch wenn du das noch so sehr willst.

Wenn du ehrlich bist, müsste es eigentlich heißen: Ich nehme mir keine Zeit.

Bspw. weil

  • Es dir doch nicht so wichtig ist
  • Dein Ziel mit Aufwand verbunden ist und du dich aus deiner Komfortzone rauswagen musst
  • Dir die Motivation fehlt anzufangen

Wenn du sagst, dass du keine Zeit für einen Sprachkurs hast, dann heißt das, dass du stattdessen anderen Aktivitäten eine höhere Priorität einräumst.

All diese Aussagen haben nichts mit Zeitmangel zu tun. Warum solltest du nicht auch für deinen ersten 5 km Lauf trainieren können, während du Netflix schaust? Vielmehr ist entscheidend, wie wir mit unserer Zeit umgehen und wie wir unsere Prioritäten legen. Im Folgenden stelle ich dir meine Tipps vor, wie du mehr Zeit für deine Träume und Ziele hast.

Meine Tipps: So findest du mehr Zeit für deine Bucket List

Um mehr Zeit für die Erfüllung deiner Lebensträume zu finden und ein Leben zu leben, dass weniger von Routine, als voll neuer spannender Dinge ist, musst du die Kontrolle über deine Zeit (zurück-) gewinnen.

Mittlerweile gibt es hunderte Bücher zum Thema Zeitmanagement. Diese Tipps bzw. Gedankenanstöße haben mir in den letzten Monaten geholfen unglaubliche viele Dinge zu erleben  und so (für mich) große Ziele wie einen 10 km Lauf zu schaffen.

Laufschuhe im Schnee
Wer dran bleiben will, findet auch bei schlechtem Wetter Zeit

Elimiere Zeitfresser – Geheimtipp Minimalismus

Auch hier gibt es wieder endlose Tipps. Du könntest automatische Pop-up Nachrichten auf deinem Smartphone ausschalten oder deine E-Mails nur einmal täglich lesen.

Mein persönliches „Geheimrezept“ ist aber Minimalismus. Beim Minimalismus geht es darum sich von den vielen überflüssigen Dingen zu trennen und stattdessen auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren. Vor allem aber auch darum das eigene Leben aufzuräumen und Strukturen zu schaffen.

Auch Besitz kostet Zeit. Nicht nur, weil wir in größeren Wohnungen mehr putzen müssen, Zeit mit Shopping verbringen und in voll geräumten Wohnungen mehr am Suchen sind. Seitdem ich mit der Konmari-Methode meinen Besitz deutlich reduziert habe und weniger konsumieren, hat sich mein Fokus automatische auf Erlebnisse gelegt. Mit einem aufgeräumten Zuhause und Kopf lässt es sich viel besser zur Ruhe kommen und fokussiert an Zielen arbeiten.

Lerne Nein zu sagen

Für viele ist Nein sagen eine große Herausforderung. Vielleicht ertappst du dich auch dabei, dass du häufig ja zu Dingen und Menschen sagst, zu denen du eigentlich nur wenig Lust hast, die dich aber viel Zeit kosten.

Du solltest dich von dem Gedanken distanzieren, dass einmal nein sagen dem Anderen zu verstehen gibt, dass er dir nicht wichtig ist. Hier macht der Ton die Musik. Nein zusagen bedeutet lediglich, dass du im Moment zu viele andere Baustellen hast.

Nein zu Anderen zu sagen, lässt dir die Chance mehr Zeit für dich zu haben.

Buch ästhetischer Minimalismus
Perlen statt Plunder von Andrea Bruchwittz

Spätestens die Lektüre von Perlen statt Plunder und das Interview mit Andrea Bruchwitz, haben mir klargemacht, dass es auch ok ist, zu Menschen nein zusagen. Man muss nicht alle Bekanntschaften und Freundschaften aufrechterhalten. In Zeiten von Social Media wird leider viel zu oft suggeriert, dass mehr immer besser ist. Aber was bringt dir, dass wenn du dir viel zu viel vornimmst und am Ende so gestresst bist, dass du keine Energie für die Dinge aufbringen kannst, die dir wichtig sind.

Priorisiere deine Träume

Denk an all die Dinge, die du heute gemacht hast (vielleicht führst du sogar zeitweise ein Zeittagebuch). Was auch immer du heute erreichst, erlebst oder geschafft hast, ist, weil du diesen Aktivitäten eine Priorität in deinem Leben eingeräumt hast. Bspw. kann der Gang zur Maniküre oder der Serienmarathon für dich wichtiger gewesen, sein als die Suche nach Flugschulen in deiner Nähe, die Planung eines Roadtrips oder der Besuch eines Russischkurses.

Abschlag beim Golfen üben
Aufschlag üben beim Golf-Schnupperkurs

Auch wenn du denkst, dass du in vielen Dingen keine Wahl hast, ist dein Leben voll von Entscheidungen. Vielfach sagst du dir nur selber, dass du keine Wahl hast, um nicht den (vorerst) unangenehmen Weg zu gehen und aus deinen Routinen auszubrechen.

Deine Zeit zu priorisieren heißt nicht, dass du dir keine Netflix-Abende mehr gönnen sollst. Es bedeutet aber, dass du dir bewusst machen solltest welche Priorität deine Träume für dich haben. Überlege jeden Tag was dir wichtig und was dir weniger wichtig ist. Jeder kleine Schritt bringt dich näher an dein Ziel.

Erweitere deine Definition von Reisen und Abenteuer

Es muss nicht immer das Outdoor-Abenteuer in Australien sein, um etwas Neues zu erleben. Es muss noch Nichtmal ein Wochenendtrip ins Nachbarland sein. Besuche doch einfach mal deine Heimatstadt und –region als Tourist. Geh in die lokale Touristeninformation oder besuche endlich die Top-Sehenswürdigkeiten in deiner Stadt. Ich habe beispielsweise 7 Jahre in Wuppertal gelebt, bevor ich zum ersten Mal im Skulpturenpark Waldfrieden war. Mittlerweile war ich sogar zweimal dort.

Skulpturenpark Waldfrieden Wuppertal
Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal

Du kannst auch in deiner eigenen Stadt oder der nächstgelegenen Großstadt eine Stadtführung buchen. Ich wohne beispielsweise in der Nähe von Köln und Düsseldorf und hatte diese Städte bislang nie sonderlich im Fokus, obwohl dort tausende Touristen sind.

Auch mit einfachen Mitteln und ohne viel Aufwand und Planung sind Abenteuer möglich. Um genau zu sein Mikroabenteuer. Spätestens hier sieht die Ausrede „keine Zeit“ ziemlich schwach aus.

Definition Mikroabenteuer
Ein Mikroabenteuer ist eine (Übernacht-) Outdoor-Aktivität, die lokal, von kurzer Dauer, kostengünstig und leicht durchführbar ist. Der Reiz von Microadventures ist, dass sie Abenteuer für Menschen zugänglich machen, die wenig Erfahrung im Freien haben und/oder wenig Zeit haben und Geld haben. 

Mehr zu Mikroabenteuer erfährst du in meinem Beitrag: Mikroabenteuer – So integrierst du Abenteuer in deinen Alltag

Outdoor Abenteurerin vor einem See

Das solltest du nicht probieren:

Taktiken, die erwiesenermaßen nicht funktionieren und von denen ich dir auf jeden fall abraten möchte sind:

Weitere Bucket List Hindernisse

Du hast endlich genug Zeit und verbringst sie immer noch nicht mit der Erfüllung deiner Träume? Oftmals ist zu wenig Zeit nicht der einzige Grund, warum du das Leben nicht voll auskostest und ein Leben ohne Wenn und Aber führst.

Dieser Beitrag ist Teil einer Blogreihe, in der ich 6 Hindernisse vorstelle, die mich bis zu einem gewissen Grad immer noch abhalten, meine Komfortzone zu verlassen und in die Welt herauszugehen:

  1. zu viel Angst
  2. zu wenig Geld
  3. zu wenig Zeit
  4. keine Motivation
  5. keinen (Reise-) Partner
  6. zu viel Druck

Was denkst du zu dem Thema Zeit? Ist für dich an der Aussage „Zu wenig Zeit ist eine Ausrede“ was dran? Wie setzt du deine Prioritäten und wie gehst du mit deiner Zeit um?

7 Kommentare zu „Darum ist keine Zeit immer nur eine Ausrede!“

  1. Ich bin zu 100 Prozent bei dir!! Ich habe keine Zeit = Ich nehme mir keine Zeit
    Jeder Mensch muss Prioritäten setzen, denn wir haben alle gleich viel Zeit zur Verfügung.
    Zum Thema Schlaf noch ein Gedanke (weil ich das oben in den Kommentaren gelesen habe): Nur weil jemand (scheinbar) mit weniger Schlaf auskommt, heißt das 1. nicht, dass er die Zeit besser/effizienter nutzt. Das ist so ähnlich wie mit Geld. Nur, weil jemand mehr verdient, heißt das nicht automatisch, dass ihm auch mehr Geld am Ende des Monats übrig bleiben. 😉 Und 2. stimme ich dir zu absolut zu: Wenn ich nicht genug schlafe, bin ich gar nicht produtiv und tut mir das gar nicht gut. Also ja, ich habe dadurch weniger Zeit, aber diese nutze ich so gut es geht. Und ich setze eben bewusst die Priorität auf ausreichend Schlaf. 🙂
    Wirklich ein toller Artikel!
    Viele liebe Grüße
    Julie

  2. Ohje, da fühle ich mich wieder mal richtig ertappt! Ich gebe Dir da völlig recht. Vermutlich stimmt das Sprichwort „Wer sagt er kann nicht, der will nicht“… Man muss sich wirklich immer wieder konsequent an der eigenen Nase nehmen und aus dem eigenen Strudel ausbrechen. Dein Beitrag hat mich daran erinnert, um dies wirklich wieder mal anzugehen.

    Liebe Grüße,

    Doris von https://diegutelaune.com

  3. Liebe Denise,

    du hast es treffend formuliert, „Ich habe keine Zeit = Ich nehme mir keine Zeit“. Oft steckt da ja auch die Angst vor dem Ungewissen dahinter. Denn wenn jeder ehrlich zu sich selbst ist, dass wozu er richtig Lust hat, wird trotz „Zeitmangel“ dennoch gemacht. Daher denke ich, dass wir uns auch wirklich die Dinge aussuchen sollten, zu denen wir auch Lust haben. Denn ansonsten wird es wieder zum Zwang und das stresst auch wieder rum. Aber hin und wieder muss auch jeder mal über seinen eigenen Schatten springen und etwas ausprobieren, von dem er glaubt, dass wäre vielleicht doch nichts.
    Also ich versuche das öfter mal zu machen und habe bisher selten erlebt, dass es mich am Ende doch nicht überzeugen konnte. Das verbuche ich dann immer unter „Ich habe es ausprobiert und weiß nun, das hat mir nicht gefallen.

    Liebe Grüße,
    Mo

  4. Hi Denise,

    schöne Gedanken, ich stimme dir fast überall zu. Nur in einem nicht: „Wir alle haben die gleichen 24 Stunden am Tag“ -> Theoretisch ja, praktisch nicht unbedingt. Ich muss zugeben, dass ich jene Leute beneide, die mit 4, 5 oder 6 Stunden Schlaf auskommen. Klar, ich kann das auch. Eine Nacht, oder zwei. Dann werde ich reizbar, ineffizient, irgendwann dann krank. Ich brauche mindestens meine 8 Stunden. Das macht auf die Woche gesehen schon einen Unterschied. Aber man kann’s nicht ändern, also mache ich das Beste draus 🙂

    Ciao
    Gerfried

    1. Da gebe ich dir recht. Der Gedanke kam mir auch schon mal…. Menschen die nur 6 Stunden schlafen haben einfach 14 Stunden mehr in der Woche als ich mit meinen 8 Stunden 🙁 Ich ärgere mich darüber aber auch nicht. Meine Gesundheit ist mir wichtiger als völlig übermüdet in den 2 Stunden noch etwas zu unternehmen.

      LG Denise

  5. Danke für den tollen Artikel, erinnert einen mal wieder daran mit wieviel unsinnigem man seine Zeit vergeudet. Ich werde jetzt wohl tatsächlich mal meine Emails durchgehen und schauen welchen Newsletter ich wirklich brauche. Alleine das wird mir ein paar Minuten am Tag bringen. Deinen Mikroabenteur Beitrag muss ich mir doch auch gleich mal durchlesen 🙂

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