9 Bücher, die mein Leben verändert haben [Blogparade]

9 Bücher, die mein Leben verändert haben [Blogparade]

In meinem Leben habe ich schon unzählige Bücher gelesen. Doch nur wenige davon bleiben hängen oder führen zu „Aha“-Erlebnissen. Um ehrlich zu sein, waren Büchern für mich in den ersten zweit Jahrzehnten meines  Lebens vorwiegend zur Unterhaltung (ich liebe Thriller) oder zum Wissenserwerb in der Schule und im Studium. Erst seit dem letzten Jahr beschäftige ich mich mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Motivation und Sinnfragen, weshalb ich die meisten Bücher, die ich im Folgenden vorstellen werde, auch erst in den letzten Monaten gelesen habe.

Dieser Blogbeitrag ist Teil von Didi Burnaults Blogparade auf seinem Blog Krisenwandler.

Buddenbrooks von Thomas Mann

Das Buch springt etwas aus der Reihe, da ich es schon vor rund 10 Jahren gelesen habe. Damals hatten wir im Geschichts-LK Heinrich Manns „Der Untertan“ als Hörspiel gehört. Ich war nicht nur überrascht wie lustig und unterhaltsam ich ein 100 Jahre altes Buch finde, sondern fand auch die Gesellschaft des deutschen Kaiserreiches unglaublich spannend. Zuhause angekommen hatte ich dann Thomas Manns Buddenbrooks im heimischen Bücherregal gefunden und die rund 100 Jahre alte Daily Soap regelrecht verschlungen. Dieser Moment war mit ein Auslöser, warum ich mich entschlossen habe Geschichte zu studieren. Zwar habe ich dann parallel Wirtschaft studiert und Marketing im Master vertieft, aber meine Leidenschaft für Geschichte ist immer noch da. Und mit dem Niederwaldsdenkmal habe ich ja auch erst vor kurzem ein Denkmal aus der Kaiserzeit besucht.

Magic Cleaning von Marie Kondo

Ich weiß gar nicht mehr wie ich auf dieses Buch gestoßen bin.  Es war einfach da. Magic Cleaning war der Auslöser, dass ich mich mit dem Thema Minimalismus auseinandergesetzt habe und seitdem auch zahlreiche weitere Bücher über Minimalismus gelesen habe.

Für mich ist Minimalismus nicht nur ein aufgeräumtes Zuhause, sondern betrifft auch andere Lebensbereiche wie Beziehungen, Arbeit und meine persönlichen Gedanken und Einstellungen. Ich würde sogar fast soweit gehen, dass die Reduzierung in meinem Leben dazu geführt hat, dass ich viel mehr Zeit und Energie für meine Bucketlist, sprich meine Lebensziele und die wirklich wichtigen Dinge im Leben, habe.

Magic Cleaning (Marie Kondo)

 

Flow von Mihaly Csikszentmihalyi

Auf dieses Buch wäre ich wahrscheinlich nie gestoßen, wenn ich nicht eine Seminararbeit über das Thema Gamification hätte schreiben müssen und im Zuge dessen erforschen musste, warum uns Spiele so fesseln. Flow beschreibt einen Zustand der völligen Vertiefung. Einen Zustand den man als Kind beim Spielen hatte, wenn man die Zeit völlig um sich herum vergessen hatte und sich ganz im Hier und Jetzt befand. Sozusagen eine komplette „Weltvergessenheit“ wie man es beispielweise beim Tanzen, Malen oder Musizieren erlebt. Ein Flow-Erlebnis lässt sich nicht erzwingen, sondern lediglich die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Ich muss gestehen, dass ich immer noch dabei bin, mir Stück für Stück Flow-Momente zu schaffen, z.B. indem ich mich mit einer Tasse Tee beim Handlettering übe, und immer noch häufig zu dem Buch greife.

Schnelles Denken, langsames Denken von Daniel Kahnemann

Und schon wieder ein Buch, durch das ich auf die Uni gestoßen bin (beinahe jeder Wirtschaftsprofessor hat es uns empfohlen). Zentrale Aussage des Buches ist, das wir zwei Arten des Denkens in uns haben. Die erste ist intuitiv, emotional und beruht auf unseren Instinkten. Die zweite ist langsamer, aber durchdachter. Den ganzen Inhalt des Buches in wenigen Sätzen wieder zu geben ist schwierig. Aber es werden zahlreiche Heuristiken und kognitive Verzerrungen beschrieben, denen unser Denken unterliegt. Auf jedenfall habe ich begonnen dadurch einige Dinge differenzierter zu sehen und mehr zu hinterfragen.

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen von Bronnie Ware

Von wem kann man besser was über das Leben lernen, als von Jemanden, der sein Leben schon gelebt hat? Eingebettet in die Geschichte Ihres eigenen Lebens, schildert Bronnie Ware Ihre Erfahrungen mit Sterbenden und was diese am Ende ihres Lebens bereuen. Bspw. sich selbst nicht treu gewesen zu sein oder ihren Gefühlen zu wenig Ausdruck verliehen zu haben. Ich habe mir aus dem Buch zahlreiche Gedanken aufgeschrieben und schaue mir diese immer wieder an.

Das Café am Rande der Welt von John Strelecky

In dem Buch wird die Geschichte von John erzählt, der das Gefühl hat in seinem Leben das zu tun, was die Gesellschaft von ihm erwartet oder er selber für richtig hält, statt das zu tun, was er gerne möchte. Sein Leben zieht gewissermaßen an ihm vorbei, während er in einem Zustand festhängt, der nur ok ist. Ein Zustand in dem ich mich zum damaligen Zeitpunkt auch gesehen habe. Das Buch war für mich bzw. ist es immer noch ein Rückhalt, dass der Weg, den ich gerade gehe der Richtige ist.

Der perfekte Augenblick von Jochen Schweitzer

Auf der Webseite von Jochen Schweitzer tummele ich mich regelmäßig rum und suche nach neuer Inspiration für meine Bucketlist. Unter anderen bin ich hier aufs Houserunning gestoßen. Aber auch der Mensch hinter Marke ist für mich eine Inspiration (vielleicht schaffe ich es ja eines Tages ein Interview mit ihm für meine Webseite zu bekommen). Bewundernswert finde ich wie er mit Rückschlägen umgeht und diese als Anlass zur persönlichen Weiterentwicklung genutzt hat und gestärkt aus ihnen hervorgegangen ist.  Es würde mich freuen bzw. arbeite ich daran, dass mich Rückschläge nicht mehr so runterziehen bzw. ich diese nicht mehr zu persönlich sehe, sondern als Chance zur Weiterentwicklung.

Garantiert gesundheitsgefährdend: Wie uns die Zucker-Mafia krank macht von Hans Ulrich Grimm

Zuerst war es nur als Challenge gedacht 40 Tage mal auf Zucker zu verzichten, so wie man in der Fastenzeit eben mal auf was verzichtet. Bei meinen Recherchen habe ich dann gemerkt, dass es unzählige Bücher zum Thema Zucker und Zuckerverzicht gibt. Dieses Buch hat einiges in mir bewegt. Hans-Ulrich Grimm führt sehr deutlich vor, welche gesundheitlichen Schäden der Konsum von Zucker verursacht und das Zucker süchtig macht. Mittlerweile bin ich zwar nicht mehr ganz so konsequent, aber meide Zucker so gut es geht und fühle mich dadurch fitter und gesünder.

The Art of Fully Living: 1 Man. 10 Years. 100 Life Goals Around the World

Dieses Buch habe ich gerade erst weggelegt und habe es quasi  verschlungen. Der Autor Tal Gur hat innerhalb von 10 jahren 100 unglaubliche Lebensziele erreicht. Hierzu gehören u.a. ein Iron-Man, finanzielle Unabhängigkeit, eine Weltreise und diverse Karriereziele. Was ich an dem Buch mag ist, dass er seine ganze Geschichte vom ersten Trigger bis zum Erreichen seines letzten Zieles schildert. Was ich von Tal Gur vor allem gelernt habe, ist mich auf ein einziges Ziel voll und ganz zu konzentrieren. Am Anfang meiner Bucketlist war ich so motiviert, dass ich vieles gleichzeitig angegangen bin (z.B. Handlettering, Sushi machen, Joggen, Malen), sodass für die einzelnen Punkte kaum Zeit hatte. Künftig möchte ich mir ein Ziel bspw. Yoga oder Meditieren lernen vornehmen und mich längere Zeit nur darauf konzentrieren.

Weitere Bücher, von denen ich das Gefühle habe, dass sie mir wirklich was gebracht haben findet ihr in meinen Literaturempfehlungen.

Weitere Blogparaden findet ihr im Blog Fine Skill. Hier startet jeden Monat eine neue Blogparade. Ich finde es immer super spanndend, was zu ein und demselben Thema für verschiedene Beiträge veröffentlich werden.

21 Gedanken zu „9 Bücher, die mein Leben verändert haben [Blogparade]

  1. Das ist eine tolle Blogparade. Die Bücher habe ich alle noch nicht gelesen. Am meisten interessiert mich davon das Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen von Bronnie Ware“. Das würde ich auch lesen.

    LG Steffi

  2. Danke dir für die Tipps, Marie Kondo und John Srelecky habe ich auch schon gelesen und momentan spricht mich vor allem dein Tipp für das Buch von Jochen Schweizer an!
    Außerdem würde ich dir gern noch eine Buchempfehlung, die in die Reihe von John Srelecky passt, aussprechen. Ein Buch, das mich wirklich inspiriert und aus einem Tief geholt hat: Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte von Robin Sharma! Alles Liebe Kathi

  3. Eine sehr schöne Vorstellung. Ich kannte bis lang keins dieser Bücher. Muss aber auch zugeben, dass ich meist Krimis lese 🙂 Und aktuell komme ich sowieso nicht so richtig zum lesen – leider!

    Liebste Grüße,
    Sarah

  4. Super interessante Zusammensellung, da werde ich mir das ein oder andere bestimmt mal mit auf Reisen nehmen. Im Alltag komme ich leider nur selten zum lesen. Ich glaube „Das Café am Rande der Welt“ wird das erste sein 🙂

    Viele Grüße
    Isa von lustloszugehen

  5. Das ist eine tolle Zusammenstellung!
    Das Buch „Das Café am Rande der Welt“ habe ich auch gelesen.
    „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ steht zwar bei mir im Bücherregal, ich habe es aber bisher noch nicht gelesen.
    „Schnelles Denken, langsames Denken“ steht schon seit Ewigkeiten auf meiner Leseliste. Das muss ich nun endlich mal nachholen.
    Das Buch „Flow“ kannte ich noch nicht, klingt aber sehr interessant. Auch die letzten 3 Bücher klingen sehr spannend. Ich nehme diese gerne in meine Liste auf. Danke für die tollen Buchtipps!!
    Liebe Grüße
    Julie

    1. Freut mich 🙂 Ich kann dir Bücher wirklich nur wärmstens empfehlen.Kahnemann ist auch super spannend, nur halt sehr wissenschaftlich geschrieben.

      Liebe Grüße
      Denise

  6. Da sind ein paar echt interessant klingende Bücher dabei. Lustig, dass du die Buddenbrocks so gern mochtest. Ich habe es selbst nie gelesen, aber von allen die es für die Schule lesen mussten immer gehört, wie langweilig es sein soll. 😀

    Liebe Grüße
    Hanna von Written In Red Letters

    1. Hallo Hanna,
      ja kann ich verstehen, dass Buddenbrooks nicht unbedingt allen zusagt. Ich habe in der Schule allerdings viel „schlimmere“ Bücher lesen müssen. Wahrscheinlich hängt es auch immer etwas mit dem Müssen zusammen 😀 Ich interessiere mich halt sehr für Geschichte und finde diese Epoche total spannend.
      LG Denise

  7. Das ist ja witzig, ich habe auch gerade noch meinen Beitrag zur Blogparade eingereicht und über „Magic Cleaning“ geschrieben 🙂

    Danke für die weitere Inspiration. „Flow“ ist gleich mal auf meine Leseliste gewandert.

    Und die Buddenbrooks habe ich auch sehr gerne gelesen. Das war so ein Buch für mich, in das ich einfach tief eintauchen konnte.

    Liebe Grüße,
    Jana

    1. Hallo Jana,
      ich habe auch schon gemerkt, dass es gewissen Überschneidungen gibt. Flow habe ich auch nochmal gesehen 🙂 Spricht für die Bücher, wenn sie von Mehreren empfohlen werden.

      Den Beitrag über Magic Cleaning schaue ich mir gleich an. Für mich war es nicht unbedingt das überzeugendste Buch über Minimalismus, was ich gelesen habe, aber dafür das Erste.

      LG Denise

  8. Ja, da sind einige Bücher dabei, die ich auch verschlungen habe und jetzt klar zu meinen Lieblingsbüchern gehören. Die Buddenbrocks sind zum Beispiel total genial. Ich habe das Werk während eines Urlaubs in der Region um Lübeck gelesen und konnte dann im wahrsten Sinne des Wortes in die Orte der Handlung eintauchen 🙂 Aber in Deiner Liste sind auch Bücher dabei, die ganz klar auf meiner Wunschliste landen, wie z.B. Fully living – passt ja auch zu meinem Thema 🙂

    1. Nach Lübeck möchte ich wegen der Buddenbrooks auch mal 🙂 Fully Living kann ich dir nur empfehlen, auch wenn das Buch nur auf englisch verfügbar ist. Aber Tal Gur schreibt seine Erlebnisse sehr offen und ehrlich, auch seine Rückschläge. Er war weder besonders reich noch ist ihm alles in den Schoß gefallen. Ich habe durch das Buch erkannt, dass jeder seine Ziele erreichen kann, wenn man sich voll und ganz auf sie konzentriert und nicht nur halbherzig daran geht.

      LG Denise

  9. Wow, da sind einige sehr interessante Bücher dabei die nun auf meiner Liste stehen. 🙂
    Vom Entschleunigen habe ich auch schon im Buch Slow Travel gehört. Die Momente, in denen die Zeit einfach verstreicht und alles um einen herum ausgeblendet wird. Das sind die Momente in denen wir das Leben genießen. 🙂

    Liebe Grüße aus dem Norden,
    Felix

    http://www.sik-life.de

    1. Hallo Christina, ich bin gerade noch dabei mich durch alle John Strelecky Bücher zu lesen. Aktuell „The Big Five for Live“. Du hast recht 🙂 Die sind echt super und geben tolle Denkanstöße!

      LG Denise

  10. Hört sich nach sehr interessanten Bücher an, leider habe ich in letzter Zeit sehr wenig Zeit zum lesen. Daher werde ich mir in nächster Zeit wohl eher keine neuen Bücher kaufen, aber das ein oder andere wäre sicher sonst dabei.

    Viele liebe Grüße Anja

    1. Hallo Anja, danke für deinen Kommentar. Das mit dem keine Zeit haben kenne ich noch aus dem Studium. Dafür hole ich jetzt alles nach und lese ganz viel 😀 Es würde mich freuen, wenn ich dor die ein oder andere Inspiration geben konnte.
      LG Denise

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