Post-Lockdown Bucket List

21 fantastische Ideen für deine Post-Lockdown Bucket List

Maskenpflicht, Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Geschäfte – was im Jahr 2019 wie eine Dystopie klang, ist seit Monaten unsere Realität. Nie im Traum hätte ich mir vorstellen können, dass scheinbar selbstverständliches – wie ein Essen im Restaurant, ein Theaterbesuch oder Geburtstagsfeier – auf einmal nicht mehr möglich sind.

Doch es ist, wie es ist. Das kulturelle und soziale Leben liegt lahm. Wie lange das noch so geht? Wir wissen es nicht. War zu Beginn der Pandemie noch alles ungewohnt, hat sich bei vielen –mich eingeschlossen – eine Pandemiemüdigkeit breitgemacht. Ich halte mich an die Regeln, wahre Abstand und vermeide Kontakte. Aber ich erwische mich nun immer öfter dabei, wie ich zwischen Online-Konferenzen, Hausarbeit und dem Zubereiten der nächsten Kanne Tee, davon träume abends in einem Restaurant zu sitzen. Mir dort ein 3-Gänge-Menü zu gönnen und anschließend ins Theater oder die Oper zu gehen.

Verrückt, oder? Das scheinbar normale Aktivitäten zum Tagtraum mutiert sind. Zeit für eine Post-Lockdown Bucket List!

Pandemiemüdigkeit – So überstehst du den Lockdown

Gedanken daran, was alles nicht möglich ist, frustrieren gewaltig. Eine meiner Strategien, mit der Situation umzugehen, war lange Zeit, nicht so darüber nachzudenken, was alles nicht möglich ist. Stattdessen hatte ich den Fokus darauf gelegt, was ich zu Hause machen kann. In meinem Fall eine Sprache lernen (Chinesisch), eine Decke für den Nachwuchs häkeln, mich weiterbilden (Neuromarketing), ein Buch schreiben und vor allem viel Zeit in der Natur verbringen.

Noch mehr (Bucket List-) Ideen für zu Hause findest du auf meiner Stay-at-home Bucket List

Doch mittlerweile, nach über zwölf Monaten Pandemie, ist es nicht mehr so einfach, mir einzureden, dass ich nun all die Dinge tun kann, zu denen ich sonst nie komme. Ich habe keine Lust mehr auf Online-Malkurse, Serienmarathons und Wanderungen in der Eifel. Und damit bin ich nicht die Einzige. In sozialen Medien setzt sich unter Hashtags wie #lifeaftercorona, #whencoronaisover, und #meinlebennachcorona eine andere Sichtweise durch. Und zwar der Blick nach vorne.

Auch wenn niemand weiß, wie lange der Corona-Virus unser Leben noch fest im Griff hat, ist eines klar: Es geht nicht ewig so weiter. Irgendwann können wir – wenn wir wollen – unser altes Leben wieder haben. Mittlerweile lässt mich dieser Gedanke und die Vorfreude auf meine Pläne Mut fassen, noch ein paar weitere Wochen oder Monate durchhalten.

Daher habe ich mir eine Post-Lockdown-Bucket-List geschrieben mit all den Dingen, die ich nach dem Lockdown endlich wieder machen möchte. Zwar habe ich auch meine Bucket List, doch finden sich auf meiner Nach-Corona-Liste eher (früher einmal) alltägliche Dinge, die es so nie auf eine Bucket List geschafft hätten.

Meine Bucket List für die Zeit nach dem Lockdown

Eine Auswahl zu treffen ist nicht einfach. Wenn es möglich wäre, würde ich aktuell sogar liebend gerne ein Fußball-Spiel anschauen oder ein Konzert von Helene Fischer besuchen (beides nicht mein Fall).

Aber ich habe es mal versucht und fünf Dinge aufgelistet, die für mich ehemals selbstverständlich waren und auf die ich mich nun wahnsinnig freue, wenn ich sie wieder erleben darf:

Essen gehen

Der Lockdown ist eine prima Gelegenheit mal wieder selbst den Kochlöffel zu schwingen. Wir machen auch rege Gebrauch von Abhol-Services. Aber mir fehlt das Ambiente im Restaurant und die Geselligkeit. Wie toll wäre es mal wieder am All-You-Can-Eat-Buffet zuzuschlagen bis der Bauch weh tut oder bei den ersten Sonnenstrahlen draußen vor der Eisdiele einen Schokobecher zu verdrücken. Mein größter Wunsch ist es aber, das Ende des Lockdown in einem richtig schicken Restaurant mit einem 5-Gänge-Menü gebührend zu feiern.

Wellness

Vor dem Lockdown waren wir Stammgäste bei MyWellness (hier kannst du dir eine private Wellness-Suite buchen), gönnten uns regelmäßig Massagen oder waren in der Therme.

2 Proseco-Gläser im McWellness Bochum
Kleine Auszeit bei MyWellness

All dies wäre für meinen schwangerschaftsgeplackten Rücken gerade eine Wohltat. Vor allem da es so tolle Babynoon-Wellness-Angebote für werdende Eltern gibt. Ich habe auch noch Gutscheine für die Salzgrotte und Floating in der Schublade liegen, die sehnsüchtig darauf warten, dass wir sie einlösen.

Kleidertausch und Flohmärkte

Shopping ist so überhaupt nicht meins. Zum einen macht es mir – ganz ehrlich – überhaupt keinen Spaß. Zum anderen möchte ich bei Fast Fashion und Co. nicht mitmachen. Eine ziemlich blöde Situation im Moment, da die Zahl bei jedem Gang auf die Waage einen Hüpfer nach oben macht und Umstandsmode langsam mal angebracht wäre. So langsam wird es auch Zeit unseren Bauchbewohner einzukleiden.

Kleiderstange
Kleidertauschpartys sind gut für den Geldbeutel und die Umwelt

Ich vermisse es daher schmerzlich auf Flohmärkten und Kleidertauschpartys nach (gebrauchten) Schätzen zu stöbern. Ebay Kleinanzeigen und Co. sind zwar eine Alternative, aber einfach nicht das Gleiche für mich.

Fitnessstudio und Yoga-Kurs

Der Lockdown ist für mich keine Ausrede, meine sportlichen Aktivitäten komplett auf Eis zu legen. Wanderungen in der Natur gehen – wenn du nicht gerade in Quarantäne bist – immer. Glücklicherweise bietet meine Yoga-Schule die Kurse schon seit Monaten online an. Auch auf YouTube gibt es mit Pamela Reif, Mady Morrison und Co. tolle Workout- und Yoga-Videos und ich bin sogar in der luxuriösen Situation, dass wir ein kleines Home-Gym haben.

Mc Fit Düsseldorf
#proudtobemcfit – ich freue mich, wenn es wieder losgeht

Aber die Entspannung vorm PC ist einfach nicht die gleiche, wie im Yoga-Studio (siehe auch meinen Beitrag zum Aerial Yoga). Mir fehlt die Gruppendynamik bei den Kursen im McFit und ich möchte gerne mal wieder schwimmen.

Kulturelle Veranstaltungen

Eine Branche, die am meisten unter den Einschränkungen leidet und die ich schmerzlich vermisse, ist die Kulturbranche. Einziges Highlight der letzten Monate waren unsere Besuche im Autokino. Auch wenn ich mich immer über leuchtende Handys und Getuschel aufrege, fehlt mir nun genau das: das gemeinsame Kinoerlebnis mit anderen Menschen.

Post-Lockdown Bucket List 1 szene oper
Während des Lockdowns liegt das kulturelle Leben flach

Ebenso Oper-, Theater-, Musical- oder Museumsbesuche – und zwar live, nicht nur virtuell. Ich vermisse sowohl den Input, als auch die Atmosphäre im Saal und das Gruppenerlebnis.

Weitere Ideen für deine Post-Lockdown Bucket List

Die Liste lässt sich natürlich noch weiterführen. Würde ich all die Dinge auflisten, die ich jetzt gerne machen würde, säße ich morgen noch dran. Im Folgenden findest du weiteren Input für deine Bucket List nach Corona:

  1. In der Disco ausgelassen tanzen
  2. Eine Städtereise machen
  3. Ins Ausland reisen
  4. Eine Party veranstalten
  5. Ein Festival besuchen
  6. Auf ein Konzert gehen
  7. Cocktails trinken
  8. Einen VHS-Kurs machen
  9. Silvester/Geburtstage nachfeiern
  10. Ein Tattoo stechen lassen
  11. Freunde treffen und umarmen
  12. Einen Freizeitpark besuchen
  13. Spontan ans Meer fahren
  14. In kleinen Boutiquen stöbern
  15. Einen Tanzkurs besuchen
  16. Einen Ort besuchen, an dem du noch nie warst

Neuer Alltag oder Business as usual?

Auch wenn das Thema von diesem Beitrag, der Wunsch nach alter Normalität ist, spielt für mich die Frage, ob die Krise nicht auch ein Anlass zur Veränderung sein kann, eine wichtige Rolle. Nicht falsch verstehen: Ich wünsche mir die alten Freiheiten auch sehnlichst zurück. Immerhin ist meine Bucket List ziemlich ins Stocken geraten.

Allerdings lässt mich die momentane Situation auch immer mehr erkennen, wie dankbar wir für alles sein können. Vor allem die eigene Gesundheit ist nicht selbstverständlich. Wir haben auch Sicherheiten, Freiheiten und Möglichkeiten, von denen frühere Generation nicht mal zu träumen wagten.

Im Homeoffice zuarbeiten ermöglicht es mir 1,5 Stunden mehr Zeit an Tag für mich zu haben. Diese Zeit nutze ich, um mittags spazieren zu gehen, zu kochen oder mich auch mal hinzulegen. Mein Stresspegel ist deutlich geringer.

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Wandern in Wuppertal

Du hast sicher auch mitbekommen, dass die CO2-Emissionen durch die Reisebeschränkungen sanken. Das Wasser in Venedig ist klar wie nie, Delfine sind zurück in den Hafenbecken und überfüllte Touristenspots erholen sich. Ist dies nicht ein guter Anlass, um das eigene Reiseverhalten zu überdenken? Mit meiner USA-Rundreise hatte ich mir einen Lebenstraum erfüllt und ganz schön viele Negativpunkte auf meine CO2-Bilanz eingezahlt. Wenn Fernreisen nicht eine Ausnahme bleiben, sondern die Regeln sind, trägt dies dazu bei, die Klimaveränderungen weiter zu verschärfen.

Ich für meinen Teil merke: Es muss nicht immer ein anderer Kontinent sein, um meine Abenteuerlust zu befriedigen. Es reichen schon Mikroabenteuer, um Nervenkitzel und den Reiz des Unbekannten zu erleben. Unsere Ausflüge ins Umland und sogar in Wuppertal selbst, zeigen mir: Meine Heimat ist auch schön und ich bin nicht müde sie zu entdecken.

Ich freue mich also vor allem auf meinen neuen Alltag nach Corona!

Post-Lockdown Bucket List 2 wuppertal beyenburg
Der Stausee in Wuppertal-Beyenburg

Wie sieht es bei dir aus? Wie gestaltest du die Zeit im Lockdown und hast du schon Pläne für die Zeit danach gemacht? Was steht auf deiner Post-Lockdown Bucket List? Kannst du auch positiven Gedanken oder Aspekte kannst du für dich aus der Pandemie-Zeit? Denkst du, es ist möglich bzw. sinnvoll irgendwann wieder zum Alltag vor Corona zurückzukehren?

Ich bin gespannt! Schreibe mir deine Meinung gerne in die Kommentare.

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3 Kommentare zu „Post-Lockdown Bucket List“

  1. In der Schweiz sind einige Dinge, welche auf deiner Liste stehen bereits wieder möglich. So eingeschränkt, wie in anderen Ländern waren wir glaub ich nie wirklich. Ich lebe einfach im Moment. Nach der Pandemie möchte ich dann aber auch gerne mal ausgiebig Essen gehen.

  2. Liebe Denise,
    Du sprichst ein spannendes Thema an – und meine Bucketlist für nach Corona wird auch immer länger – im Kleinen wie im Großen. Spontan am Meer war ich letzten Monat, da haben wir uns einen Mietwagen genommen und sind an die Nordsee gefahren. Das war traumhaft. Aber es gibt soooo viele Dinge, die ich dann wieder machen möchte – so ungefähr nahezu alles von deiner Liste außer das Tattoo 😉 Ich möchte wieder ins Theater, ins Museum oder zu Poetry Slams gehen, ich möchte mal wieder ein Konzert besuchen und tanzen gehen. Und vor allem Wellness-Angebote als kleiner Ausgleich zum Alltag fehlen mir – wie dir auch – enorm. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder die Therme zu besuchen und mich im Whirlpool zu entspannen. Meine größte Leidenschaft ist das Reisen und darauf verzichte ich derzeit auch. Endlich wieder meine Freunde in Kenia und Norwegen sehen – und neue Orte entdecken überall auf der Welt, die ich noch nicht kenne!
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

  3. Liebe Denise,

    mir geht es ähnlich wie dir. Auch ich kann nicht nur schlechtes an Corona finden. Besonders für die Natur ist das hier endlich mal die Chance durchzuatmen. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen jetzt erkennen, dass die Natur auch nach Corona so schützenswert sein muss. Dann können wir die Tiere auch viel entspannter beobachten.

    Ich würde supergern mal wieder in eine Bar gehen und dort ein paar schöne Stunden mit Freunden genießen wollen. Essen gehen steht auch ganz oben auf der ToDo Liste. Und ganz besonders mal die ganzen Feste nachholen, die wir mit der Familie so verpasst haben.

    Ich finde deine Bucketliste klasse.

    Liebe Grüße
    Mo

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