So war es wirklich! - Mein Erfahrungsbericht. Abgebildet sind Kontaktlinsenlösung, Brillenetui, Kontaktlinsenbehälter und eine Brille

Zuletzt aktualisiert: 24. April 2026

Augen lasern Erfahrungen: So war meine LASIK-OP wirklich (Ablauf, Schmerzen & Fazit)

Die Augen lasern lassen – für viele klingt das nach der perfekten Lösung: endlich ohne Brille oder Kontaktlinsen leben.

Gleichzeitig tauchen aber genau die Fragen auf, die einen oft zögern lassen: Wie schlimm ist der Eingriff wirklich? Was, wenn etwas schiefgeht? Und lohnt sich das überhaupt?

In diesem Beitrag teile ich meine persönliche LASIK-Erfahrung – ehrlich, auch mit den unangenehmen Momenten. Der Artikel hilft dir vor allem dann, wenn du gerade überlegst, ob Augenlasern für dich sinnvoll ist.

Meine Fehlsichtigkeit: Warum Brille und Kontaktlinsen für mich nicht mehr funktioniert haben

Klassischerweise ist meine Fehlsichtigkeit mit 17 beim Sehtest für den Führerschein aufgefallen. Damals betrugen meine Werte allerdings „nur“ -1 Dioptrien. Ich war also leicht kurzsichtig. Mir selbst war das vorher gar nicht richtig aufgefallen. Ich kam im Alltag gut zurecht und hatte nie das Gefühl, wirklich schlecht zu sehen.

Grafik zur Veranschaulichung von Kurzsichtigkeit: Der Augapfel ist zu lang und der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut

Brille: Für mich keine echte Lösung

Mit der Brille kam ich allerdings nie richtig klar.

Meine erste und tatsächlich auch einzige Brille habe ich danach ausgewählt, dass sie möglichst unauffällig ist. Trotzdem kam ich mir mit der Brille ziemlich unästhetisch vor. Hinzu kam, dass die Brille entweder an der Nase oder an den Ohren drückte. Insgesamt war ich mindestens ein halbes Dutzend Mal beim Optiker, um Anpassungen vornehmen zu lassen. Leider ohne Erfolg.

Nach ein paar Wochen habe ich sie deshalb wieder aufgegeben.

Kontaktlinsen: Lange perfekt – bis sie es nicht mehr waren

Kontaktlinsen waren für mich lange Jahre die perfekte Lösung. Ich habe die Kontaktlinsen morgens herein getan und abends wieder herausgenommen. Ich habe die Linsen den ganzen Tag tragen können, ohne Probleme mit den Augen zu bekommen.

Mit der Zeit verschlechterten sich meine Werte auf etwa –3,25 Dioptrien. Ab diesem Punkt war eine Sehhilfe nicht mehr optional.

Trotzdem habe ich lange nicht konkret über das Augenlasern nachgedacht. Gründe dafür gab es einige:

  • Ich war noch relativ jung und wollte erst abwarten, ob sich meine Werte weiter verändern
  • Meine Dioptrien waren nicht stabil, was eine Voraussetzung für die OP ist
  • Ich war noch im Studium und wusste, dass der Eingriff teuer ist
  • Kontaktlinsen haben für mich lange gut funktioniert, sodass es keinen akuten Handlungsdruck gab

Wie es sich anfühlt, kurzsichtig zu sein, könnt ihr in diesem kurzen Video nachvollziehen:

Warum ich mich fürs Augenlasern entschieden habe (und lange gezögert habe)

Der Hauptgrund war ziemlich simpel: Ich habe meine Kontaktlinsen immer schlechter vertragen.

Morgens hat es oft ewig gedauert, bis sie richtig saßen, und abends konnte ich sie kaum noch tragen. Nach einem normalen Arbeitstag wollte ich sie eigentlich sofort rausnehmen, was den Alltag schnell unpraktisch macht, vor allem wenn ich abends noch etwas vorhatte.

Trotzdem habe ich die Entscheidung lange vor mir hergeschoben.

Ich wusste, dass stabile Dioptrienwerte eine Voraussetzung sind( die hatte ich) . Also habe ich angefangen zu recherchieren, Erfahrungsberichte gelesen und mich im Bekanntenkreis umgehört.

Dabei sind mir vor allem zwei Dinge aufgefallen:

  • Viele berichten sehr positiv, oft sogar, dass es „eine der besten Entscheidungen ihres Lebens“ war
  • Es gibt aber auch kritische Erfahrungen ( z. B. der Bericht von Sabine) mit Schmerzen, Komplikationen oder Ergebnissen, die nicht den Erwartungen entsprechen
blaues Auge

Und genau da lag für mich der Knackpunkt: Es ist ein Eingriff an einem gesunden Auge. Solch eine Entscheidung sollte nicht Hals über Kopf getroffen werden. Wie bei jeder anderen OP gibt es auch beim Augenlasern Risiken.

Am Ende habe ich mich trotzdem dafür entschieden. Nicht, weil die Risiken verschwunden wären, sondern weil für mich der Alltag mit Kontaktlinsen zunehmend belastend war und der mögliche Gewinn an Lebensqualität überwogen hat.

Der erste Schritt: Beratung und Voruntersuchung im Augenzentrum

Nach rund einem Jahr Hin-und-Her-Überlegen habe ich im Juli 2018 im Augenzentrum Hauck-Rohrbach angerufen, um einen Termin für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren (Infos gibt es hier: Augenlasern Düsseldorf). Bereits in der darauffolgenden Woche habe ich einen Termin bekommen. Vor der Untersuchung durfte ich zwei Tage keine Kontaktlinsen tragen. Mein Glück, dass der Termin an einem Montag war und ich nur Samstag und Sonntag halb blind herumgelaufen bin.

Am Telefon habe ich erfahren, dass noch andere Patienten Beratungsgespräche fürs Augenlasern vor und nach mir hatten. Zu wissen, dass die Operation scheinbar gar nicht so selten durchgeführt wird, hat mich etwas beruhigt. Trotzdem war ich bereits am Tag der Voruntersuchung ziemlich aufgeregt, weil es nun konkret werden würde. Leider war es an diesem Tag so voll, dass ich rund drei Stunden warten durfte. Zwischendrin wurden immer mal wieder Sehtests durchgeführt, die ich bereits vom Augenarzt kannte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich dann endlich im Arztgespräch. Meine Dioptrienwerte von –3,25 liegen wohl noch in einem Bereich, den man relativ gut operieren kann. Theoretisch … Denn die Operation kann nur durchgeführt werden, wenn auch die Hornhaut dick genug ist. Nach bangen 15 Minuten, hat sich dann zum Glück herausgestellt, dass meine Hornhaut dick genug ist.

Zu meinem Erstaunen war das Gespräch dann auch fix vorbei. Ich konnte noch Fragen zum Ablauf der Behandlung und den Risiken stellen. Ich hatte mich aber schon im Vorhinein relativ gut über das Verfahren informiert und habe Dutzende Berichte zu Augenlaser-Erfahrungen gelesen. Auch wenn ich nicht viele Fragen hatte, empfand ich die Beratung als dennoch gut.

Nachdem mir die Augenlaser-Kosten mitgeteilt wurden, wurde auch direkt ein OP-Termin ausgemacht. Theoretisch hätte ich direkt einen Termin in der nächsten Woche haben können. Ich habe mich aber dazu entschieden, den OP-Termin in meinen Urlaub 6 Wochen später zu legen, damit das Ganze etwas stressfreier ist.

Verschiedene Utensilien zur Augenpflege, darunter Kontaktlinsenlösung, ein rotes Brillenetui, ein Kontaktlinsenbehälter und eine Brille, auf einer beigen Oberfläche

Welche Methoden es gibt und warum ich mich für LASIK entschieden habe

Der zu lange Augapfel wird durch den Laser nicht korrigiert. Vielmehr wird die Vorderflächenkrümmung so reduziert, dass das Bild bei Kurzsichtigkeit nicht mehr vor, sondern auf der Netzhaut erscheint.

Die Methoden zum Augenlasern im Überblick:

  • Behandlung auf der Hornhautoberfläche (PRK / LASEK)
    Diese Methode ist für Patienten geeignet, deren Hornhaut zu dünn ist für die anderen Methoden. Durch die recht große Wunde ist das Verfahren allerdings auch schmerzhafter als die anderen Verfahren
  • Behandlung unter der Hornhautoberfläche (LASIK, Femto-LASIK)
    Mit der Femto-LASIK habe ich mir die Augen lasern lassen. Hierbei wird im ersten Schritt die oberste Hornhautschicht mit einem Laser kreisrund geöffnet und zur Seite geklappt. Anschließend wird das Auge mit einem zweiten Laser gelasert und der Hornhautdeckel, genannt Flap, wird wieder zurückgeklappt.
  • Behandlung durch Lentikel-Extraktion (ReLEx smile)
    Die ReLEx smile-Behandlung gilt auf einigen Seiten von Kliniken als Weiterentwicklung der Femto-LASIK. Ein Vorteil von ReLEx Smile ist, dass der Eingriff minimalinvasiv (d. h. gewebeschonend) stattfindet. Ein spezieller Femtosekundenlaser präpariert im Innern der Hornhaut ein dünnes Scheibchen, das über einen nur ca. 2 mm großen Schnitt in der Hornhaut entnommen wird.

Der Eingriff selbst: So lief meine LASIK-OP wirklich ab

Am OP-Tag klingelte mein Wecker um 5:30 Uhr, da ich bereits um 7:00 Uhr im OP-Zentrum sein musste. Wirklich geschlafen hatte ich kaum, entsprechend angespannt war ich.

Vorab hatte ich die Hinweise bekommen, am Tag der OP kein Make-up oder Gesichtscreme zu tragen. Nüchtern muss man nicht unbedingt sein. Im Gegenteil: Etwas Nahrung im Magen kann sicher nicht schaden, um den Kreislauf am Laufen zu halten. Allerdings habe ich so früh am Morgen absolut nichts runterbekommen.

Im Augenzentrum angekommen, war ich so frühmorgens die einzige Patientin. Es folgten zunächst noch einige Untersuchungen: Sehtest, Augendruck messen und die Kontrolle, ob alles für die OP passt.

Bis zum Tag der Operation habe ich meine Angst gut verdrängen können. Langsam wurde mir aber doch etwas mulmig zumute. Mir wurde dann gesagt, dass sich der Arzt verspäten würde, weil er bei einem anderen Patienten aufgehalten worden war. Ich hatte also noch mal Zeit, nach draußen zu gehen und doch noch was zu essen.

Und dann geht das Augenlasern endlich los …

Meine Augen wurden zur Vorbereitung alle paar Minuten mit Augentropfen betäubt. Dabei wurde mir noch mal sehr ausführlich der Ablauf erklärt. Allerdings wollte ich das zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr so genau wissen. Ich hatte immerzu das Gefühl, dass meine Augen gar nicht betäubt waren, da ich immer noch alles gesehen habe.

Mit Schuhschutz und OP-Haube ging es dann in den OP-Saal. Mein Kopf wurde mit Kissen regelrecht fixiert und dann gab es für mich auch kein Zurück mehr.

Schritt 1: Vorbereitung und erster Laser (Flap)

Bei der klassischen LASIK wird ein dünner Hornhautdeckel (Flap) geöffnet. Bei der Femto-LASIK, für die ich mich entschieden habe, passiert das nicht mechanisch, sondern mit einem Femtosekundenlaser.

Damit das Auge währenddessen stillhält, wird es mit einem Saugring fixiert. Vom eigentlichen Schnitt habe ich durch die Betäubung nichts gespürt und auch nichts gesehen.

Allerdings hat der Saugring stark nach unten gedrückt, sodass es sich sehr unangenehm angefühlt hat.

Nachdem das linke Auge fertig war, folgte direkt das rechte. Viel Zeit, darüber nachzudenken, bleibt einem in dem Moment nicht. Den Gedanken, dass gerade ein Teil meiner Hornhaut aufgeklappt wurde, habe ich versucht auszublenden.

Schritt 2: Der eigentliche Laser – der unangenehmste Moment

Im zweiten Schritt wurde der Saugring entfernt und mir ein Augenspreizer eingesetzt, damit ich nicht blinzeln kann. Hört sich mies an und ist es. Obwohl das Auge betäubt ist, war der Druck sehr unangenehm.

Ich sollte dann auf einen roten Punkt schauen, um den Laser auszurichten. Das war zunächst überraschend unspektakulär – ich dachte kurz, dass das Schlimmste vielleicht schon vorbei ist.

Dann ging der Laser erst richtig los.

Der rote Punkt war offensichtlich nur zum Ausrichten des Lasers. Der eigentliche Laser war unglaublich hell (und laut). Ich wäre am liebsten von der Liege gesprungen. Lediglich das Wissen, dass gerade ein Laser auf meinem Auge ist, hat mich davon abgehalten. Nach gefühlten endlosen Sekunden, in denen ich mich maximal ausgeliefert gefühlt habe, war es dann vorbei.

Ich habe dann noch mitbekommen, wie der Hornhautdeckel wieder über das Auge gelegt und angedrückt wurde – was sich genauso eklig anfühlte, wie es klingt. Anschließend wurde mein Auge dann noch mit einer Flüssigkeit beträufelt. Wahrscheinlich war es nach dem minutenlangen Offenhalten komplett trocken.

Danach folgte die gleiche Prozedur für das zweite Auge

Insgesamt dauerte die Femto-Lasik Behandlung etwa 20 Minuten.

Rückblicken war der Eingriff für mich nicht schmerzhaft, aber deutlich unangenehmer, als ich es mir vorher vorgestellt hatte.

Risiken und mögliche Nebenwirkungen einer LASIK-Op: Das solltest du vorher wissen

Auch wenn LASIK seit den 90er-Jahren ein etabliertes Verfahren ist, bleibt es ein Eingriff am Auge – und damit nicht komplett risikofrei.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen nach der OP gehören:

  • Trockene Augen – vor allem in den ersten Wochen
  • Fremdkörpergefühl oder Reizungen
  • Lichtempfindlichkeit und Blendeffekte (z. B. beim Autofahren nachts)

Diese Beschwerden sind bei vielen Patienten vorübergehend und klingen meist innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten ab. Wie stark sie auftreten und wie lange sie bleiben, ist allerdings individuell unterschiedlich.

Was seltener vorkommt, aber trotzdem wichtig ist:

  • Eine Brille kann weiterhin notwendig sein. Manchmal bleibt eine leichte Fehlsichtigkeit bestehen.
  • Nachkorrekturen können notwendig sein
  • Die Sehkraft kann sich im Laufe der Jahre wieder verändern – unabhängig von der OP

Wichtig ist für mich rückblickend: Viele dieser Punkte klingen theoretisch harmlos, aber sie fühlen sich anders an, wenn man selbst betroffen ist. Deshalb würde ich empfehlen, die Risiken nicht nur zu überfliegen, sondern sich wirklich bewusst zu machen, was sie im Alltag bedeuten können.

Eine Übersicht zu typischen Risiken findest du auch bei verschiedenen augenärztlichen Fachseiten (z. B. Ärztezeitung, Lasermed)

Die Zeit nach der OP: Was dich wirklich erwartet

Die Sehstärke soll erst nach ca. 3 Monaten final sein. Meine Operation ist jetzt rund einen Monat her. Im Folgenden schildere ich euch meine Femto-Lasik-Erfahrungen während und nach der OP.

Direkt nach dem Eingriff: Schmerzen, Lichtempfindlichkeit, erste Stunden

Im Übrigen sollte man an dem Tag unbedingt eine Begleitperson dabeihaben. Zum Händchenhalten darf leider niemand mit in den OP-Raum. Allerdings solltest du nach der OP auf keinen Fall allein nach Hause fahren. Da meine Augen immer noch betäubt waren, hatte ich noch keine Schmerzen. Meine Sicht war aber immer noch ziemlich verschwommen und die dunkle Sonnenbrille hat die Sicht noch mal verschlechtert. Ich hätte mir auf keinen Fall vorstellen können, nach so einer Augen-OP mit Bus und Bahn nach Hause zu fahren.

Die Schmerzen setzen langsam ein

Schon auf der Rückfahrt begann ich zu merken, dass die Betäubung so langsam nachlässt und ich meine Augen nicht mehr öffnen kann. Öffnen schon. Aber es war mit enormer Anstrengung verbunden. Das Tageslicht war einfach viel zu grell, und das trotz der Spezial-Sonnenbrille. Vielleicht vergleichbar damit, wenn man aus einem dunklen Raum in strahlendes Scheinwerferlicht tritt.

Pünktlich mit der Ankunft zu Hause haben meine Augen begonnen, unglaublich weh zu tun. Ich hätte nicht gedacht, dass Augen so wehtun können. Eigentlich logisch, da meine Hornhaut ja aufgeschnitten wurde. Mich hat die Situation nach der Lasik-OP etwas an meine Weisheitszahn-OP erinnert. Auch hier hatte ich, nachdem die Betäubung nachgelassen hatte, ziemliche Schmerzen.

Es ist sicher sinnvoll, direkt nach der OP bereits Schmerzmittel zu nehmen. Die mitgegebenen Paracetamole habe ich leider erst zu Hause genommen, als die Schmerzen anfingen. Als das Paracetamol endlich zu wirken begonnen hat, bin ich zum Glück eingeschlafen. Nach dem ersten Aufwachen waren die Schmerzen dann auch wesentlich erträglicher.

Vorausschauend wie ich bin, habe ich mir für den Tag der Lasik Operation Hörbücher heruntergeladen bzw. herunterladen lassen. Mir war es allerdings nicht möglich, das Tablet selbst zu bedienen. Das Licht war einfach viel zu grell und ich habe so nah gar nicht erkennen können. Normalerweise kann ich tagsüber überhaupt nicht schlafen und wache bei jedem kleinen Geräusch auf. An diesem Tag bin ich sogar beim Hörbuch eingeschlafen. Das frühe Aufstehen und die unruhige Nacht waren also vielleicht gar nicht so schlecht.

Augentropfen als kleine Herausforderung

Ich hätte wahrscheinlich den ganzen Tag verschlafen, wenn ich nicht schon am ersten Tag Augentropfen hätte nehmen müssen. Dies stellte mich vor ein ziemliches Problem, da ich die Augen eigentlich nur einen Spalt für einen Bruchteil einer Sekunde öffnen konnte. Wie soll ich da bitte meine Augen mehrere Sekunden aufreißen, um Tropfen hereinzugeben … Irgendwie (es hat wahrscheinlich 20 Minuten gedauert) habe ich es dann doch geschafft. Gegessen habe ich an diesem Tag übrigens blind.

Gegen Abend habe ich dann vorsorglich noch ein Paracetamol genommen und tatsächlich mit Sonnenbrille geschlafen. Normalerweise wälze ich mich immer hin und her. Erstaunlicherweise habe ich diesmal aber nur auf dem Rücken geschlafen und konnte sogar durchschlafen.

Am nächsten Tag: Erste Verbesserungen, aber noch nicht „normal“

Am Tag 1 nach der Augenlaser-OP sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Ich hatte mir den Wecker auf 8 Uhr gestellt, da ich um diese Zeit wieder Augentropfen nehmen sollte. Die Augentropfen (Isopto Max) sind entzündungshemmend und sollten in den nächsten zwei Wochen noch fünfmal täglich von mir genommen werden.

Erstaunlicherweise konnte ich dieses Mal die Augen offenhalten. Wirklich angenehm war es zwar weiterhin nicht. Dieses Mal konnte ich Gegenstände in der Ferne bereits deutlich erkennen. Ich habe mich etwas gefühlt wie nach einer biblischen Wunderheilung. Als ob ich das erste Mal scharf sehe. Gestern noch war alles verschwommen und nun konnte ich die Straßenschilder draußen deutlich erkennen.

Danach habe ich mich wieder schlafen gelegt, nur um 2 Stunden später erneut aufzustehen und den Arzt anzurufen. Dieser wollte dann wissen, wie es mir nach dem Eingriff ging, ob ich Beschwerden habe und wie meine Sicht ist.

Soweit so gut. Den Vormittag habe ich noch mit Sonnenbrille verbracht, mit der Zeit aber gemerkt, dass dies gar nicht mehr nötig ist. Den Nachmittag habe ich sogar schon mit Netflix verbracht.

Die ersten Wochen: Heilung, Unsicherheiten und kleine Nebenwirkungen

Am Montag nach der Lasik-OP stand für mich die erste Nachsorge-Untersuchung auf dem Programm. Auch hier wurde sich noch mal ausführlich nach meinem Befinden erkundigt, was mir als Patient ein gutes Gefühl gab.

Und dann … juhuu. Kurzsichtigkeit ade. Mir wurde nach dem üblichen Sehtest mein Ergebnis mitgeteilt: 0 Dioptrien! Ich konnte ganz normal, ohne Fehlsichtigkeit, sehen. Nach den letzten Jahren mit Brille und Kontaktlinsen eine unglaubliche Erfahrung und vor allem ein super Ergebnis. Für das Straßenverkehrsamt habe ich noch eine Bescheinigung mitbekommen, dass ich fortan ohne Brille Autofahren darf.

Nebenwirkungen im Alltag: Was bei mir tatsächlich aufgetreten ist

Natürlich möchte ich euch auch die Nebenwirkungen nicht verschweigen. Auch, wenn diese für mich wirklich überschaubar sind und waren. Nachdem ich die Augentropfen 2 Wochen nach der Augenlaser-Op abgesetzt hatte, hatte ich ungefähr eine Woche lang morgens extrem trockene Augen. Nachdem ich dies bei der zweiten Untersuchung mitgeteilt habe, habe ich künstliche Tränen bekommen. Zum Glück war die Phase mit den trockenen Augen aber nur kurz.

Was mich viel mehr gestört hat: Der Saugring hat bei mir einen Bluterguss im linken Auge verursacht. Von blauen Flecken kennt ihr ja schon, dass die ewig zu sehen sind. Mein Bluterguss im Auge hat mich 3 Wochen begleitet! Allerdings war dies mehr ein optisches Problem.

Nach 4 Wochen: Sehen funktioniert, Gefühl noch ungewohnt

Meine Femto-Lasik OP ist jetzt gut vier Wochen her. Mittlerweile habe ich keine Probleme mehr. Meine Sehstärke liegt bei 100 %.

In der ersten Zeit nach der Lasik-Behandlung hatte ich das Gefühl, dass mich das Nahesehen viel mehr anstrengt als vorher. Als ob ich irgendeinen Muskel anstrengen müsste, um mich auf etwas direkt vor mir Fokussieren zu können. Der Arzt hat es mir so erklärt, dass ich als kurzsichtiger Mensch etwas verwöhnt war, was das nahe Sehen angeht, und nun die Akkommodation üben muss.

Mittlerweile ist aber auch das kein Problem mehr. Allerdings hat mein Gehirn es auch nach 4 Wochen bisher nicht geschafft, die neue Situation zu begreifen. Mein erster Reflex, wenn ich nach Hause komme, ist auch nach Wochen immer noch der, sofort meine Kontaktlinsen rausnehmen zu wollen. Nicht weil meine Augen trocken sind, sondern weil ich es so gewohnt bin. Genauso denke ich morgens beim Aufstehen völlig panisch, dass ich die Kontaktlinsen über Nacht drin gelassen habe.

Ich bin gespannt, wie lange das noch so geht… 😀

Selfie einer Frau mit Sonnenbrille auf dem Kopf, die auf einem Hügel mit Blick auf eine Stadtlandschaft sitzt, 4 Wochen nach dem Augenlasern
4 Woche nach dem Augenlasern trage ich nur noch Sonnebrillen

Nach 6 Monaten: Das ist langfristig geblieben

Mittlerweile ist meine Laser-Op schon sechs Monate her. Bislang hatte ich keinerlei Beschwerden. Im Gegenteil: Mittlerweile habe ich komplett vergessen, wie mein Blickfeld mit Kurzsichtigkeit war. Wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich die Plakate auf der anderen Straßenseite nicht lesen konnte. Der Adlerblick ist für mich zur Normalität geworden.

Trotzdem hat es mich beim Schwimmen einiges an Überwindung gekostet, beim Tauchen die Augen offenzuhalten. Schließlich war dies davor mit Kontaktlinsen ja nie möglich. Diese Momente kommen aber selten vor. Mittlerweile ist mein erster Impuls beim Nachhausekommen auch nicht mehr, die Kontaktlinsen herauszunehmen. Ich schrecke auch nicht mehr im Bett hoch, weil ich denke, dass ich vergessen habe, die Linsen herauszunehmen.

Alles in allem bin ich immer noch sehr zufrieden und bereue die Laser-Op kein Stück!

Was ich vorher gerne gewusst hätte

Rückblickend gab es ein paar Dinge, die ich zwar irgendwo gelesen hatte, die mir aber erst im Nachhinein wirklich klar geworden sind.

1. Der Eingriff ist schneller vorbei als gedacht, aber mental trotzdem intensiv
Ich hatte im Vorfeld vor allem Angst vor Schmerzen. Was ich unterschätzt habe: Dieses Gefühl, während des Eingriffs keine Kontrolle zu haben. Der Moment auf dem OP-Tisch war für mich deutlich unangenehmer als erwartet – auch wenn es körperlich nicht wirklich schmerzhaft war.

2. Die Zeit direkt nach der OP kann härter sein als der Eingriff selbst
Ich hatte mir den Eingriff als „den schwierigen Teil“ vorgestellt. Tatsächlich waren die Stunden danach für mich anstrengender, vor allem wegen der Schmerzen, der Lichtempfindlichkeit und weil ich meine Augen kaum öffnen konnte.

3. „100 % Sehkraft“ bedeutet nicht, dass sich alles sofort normal anfühlt
Auch wenn ich schnell wieder gut sehen konnte, hat es trotzdem etwas gedauert, bis sich meine Augen – und auch mein Gefühl dafür – an die neue Situation gewöhnt haben.

4. Vielleicht ist es manchmal besser, nicht jedes Detail vorher zu kennen
Im Nachhinein bin ich fast froh, dass ich nicht genau wusste, wie unangenehm sich der Eingriff (vor allem mit dem Augenspreizer) anfühlen würde. Hätte ich das vorher in dieser Form gewusst, hätte ich vermutlich deutlich mehr Angst gehabt. Heute würde ich eine zweite OP wahrscheinlich mit mehr Respekt angehen als damals, auch wenn am Ende alles gut verlaufen ist.

5. Die Entscheidung hängt weniger von der OP ab, sondern von deinem Alltag davor
Im Nachhinein würde ich sagen: Der wichtigste Faktor ist nicht, wie gut die OP ist – sondern wie sehr dich Brille oder Kontaktlinsen wirklich stören. Wenn der Leidensdruck nicht hoch ist, fühlt sich der Eingriff vielleicht gar nicht so notwendig an.

Mein ehrliches Fazit: Würde ich mir die Augen noch einmal lasern lassen?

Natürlich kann man sagen, dass das Augenlasern eine reine Lifestyle-OP ist. Es herrscht keine medizinische Notwendigkeit. Die Fehlsichtigkeit lässt sich auch mit Brille und Kontaktlinsen ausgleichen. Warum also an einem gesunden Auge herumschneiden lassen und dabei Risiken eingehen?

Während ich im Wartezimmer der Klinik war, habe ich einen Spiegelartikel gelesen, in dem es um ein Krankenhaus in Venezuela ging. Dem Krankenhaus fehlten aufgrund der Staatspleite die nötigsten Dinge wie Babynahrung, Schmerzmittel und das Essen für die Patienten. Und ich sitze hier im wohlhabenden Deutschland und gebe Unsummen für eine Femto-Lasik OP aus. Auf der anderen Seite stehen auf meiner Reise Bucket List noch unzählige Reiseziele, die ich mir von dem Geld locker hätte erfüllen können.

Mein positiver Erfahrungsbericht zeigt euch aber schon, dass ich von meiner Entscheidung auch nachträglich noch völlig überzeugt bin. Die Risiken waren für mich kalkulierbar und das Geld gut angelegt. Im Übrigen finde ich auch nicht, dass man die Lasik-Operation immer der Geldsumme gegenüberstellen sollte. In etwas 15–20 Jahren rentiert sich meine OP (was den Brillen- und Kontaktlinsenverbrauch angeht).

Was bei dieser Rechnung fehlt, ist allerdings meine Lebensqualität. Meine Augen lasern zu lassen, war wirklich eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Es ist ein völlig neues Lebensgefühl, einfach immer scharf sehen zu können und keine unbequemen Kontaktlinsen mehr tragen zu müssen.

Wenn mich jetzt jemand fragt, ob ich die Augenlaser-Behandlung noch mal machen würde, wäre meine Antwort ein eindeutiges Ja. Ich würde das Augenlasern jederzeit wieder machen.

Wie sind deine Erfahrungen? Hast du dir ebenfalls die Augen lasern lassen oder planst du eine Augen-Laser OP? Schildere mir gerne in den Kommentaren deine Erfahrungen zum Laser-Eingriff oder stell mir weitere Fragen. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte.

Denise Ni

Bucket Listerin, Online-Marketing-Enthusiastin und Neu-Mama

Seit 2017 ist Denise begeisterte Bucketlisterin. Auf ihrem Blog berichtet sie in über 130 Beiträgen von ihren eigenen Erlebnissen. Überdies unterstützt sie ihre Leserschaft dabei, eine eigene Bucket List zu erstellen, Bucket List Ideen zu finden und die eigenen Ziele zu erreichen.

Ihre Begeisterung für das Thema spiegelt sich auch in ihren drei Büchern wider, die sie zusammen mit dem Remote Verlag veröffentlichte. Als Bucket List-Expertin war sie bereits zu Gast im SWR 2 Radio und weiteren Print- und Onlinemedien (Über Mich).

38 Kommentare zu „Augen lasern Erfahrungen: So war meine LASIK-OP wirklich“

  1. Als ich vor einigen Jahren bemerkte, dass meine Sehkraft nachließ, entschied ich mich für eine Augenlaserbehandlung im [edit: Werbung entfernt]. Die professionelle Betreuung und die modernen Technologien, die dort eingesetzt wurden, gaben mir das Vertrauen, dass ich in guten Händen war. Heute, Jahre später, genieße ich die Freiheit von Brille und Kontaktlinsen und bin dankbar für die positive Veränderung, die das [edit: Werbung entfernt] in meinem Leben bewirkt hat.

  2. Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag. Ich überlege bereits seit Längerem über solch eine OP nach. Die Vorteile scheinen grundsätzlich zu überwiegen und eine Bekannte hat diese bereits hinter sich, weil ihre Linsen sich leicht verschlechtert hatten. Ich hoffe, ich finde einen guten Chirurgen.
    (edit: Werbelink entfernt)

  3. Die Laserbehandlung der Augen kann eine lebensverändernde Erfahrung sein. Es scheint, dass viele Menschen positive Ergebnisse erzielen und die Freiheit genießen, die das Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen bietet. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass es auch Risiken gibt. So berichten einige von trockenen Augen nach dem Eingriff. Eine gründliche Voruntersuchung und eine ausführliche Beratung sind daher unerlässlich, um die beste Entscheidung für die eigene Gesundheit zu treffen.
    (edit: Werbelink entfernt)

  4. Danke für den ausführlichen Beitrag. Mein Augenlasern ist nun 11 Tage, Auf die Ferne klappt das Sehen schon sehr gut, aber das Lesen macht mir noch Probleme. Es beruhigt mich zu lesen, dass es bei Dir anfangs auch so war. Ich bin 48 Jahre alt, aber noch gar nichts mit Altersweitsichtigkeit zu tun.
    Deshalb ist es für mich gerade sehr schwierig, dass kein Buch lesen kann und meine Handyschriftgröße auf XXL steht. Mein Hirn braucht wohl noch ein bisschen um das zu „checken“. Bei der Monovision Technik dachte ich, dass alles sofort klappt, weil das Sehen in der Ferne auch schon so gut war. Naja, Geduld-Geduld… Ist nicht meine Stärke, aber es braucht Zeit.
    Viele Grüße
    Natascha

    1. Hallo Natascha,
      bei mir ist es nun schon so lange her. Ich hatte total vergessen, dass anfangs das nahe Sehen noch etwas ungewohnt war. Ich glaube ganz so arg, wie bei dir war es nicht, aber länger als ein paar Tage hat der Zustand auch nicht angehalten. Ist es denn innerhalb der 11 Tage schon besser geworden? Ich denke, es ist auch bei jedem etwas unterschiedlich und sicher auch abhängig von der Sehstärke. Alles Gute dir auch, dass es bald besser wird!

  5. Danke für den tollen Beitrag. Ich bin schon länger auf der Suche nach weiteren Informationen zum Thema Augen Lasern. Der Beitrag hilft mir wirklich sehr weiter!

  6. Danke für diesen ausführlichen Bericht! Mir geht es wie viele Andere auch so, dass ich mit dem Gedanken spiele meine Augen lasern zu lassen. Seit einiger Zeit schon beschäftigte ich mich mit dem Thema und informiere mich, doch damit steigt auch die Angst davor! Trotzdem möchte ich den Schritt nun wagen und hab mich für eine Augenklinik [edit: Link entfernt] in meiner Nähe entschieden. Den Termin habe ich schon gemacht!

  7. Danke für deine ausführliche Erklärung. Ich trage, seit ich 7 bin eine Brille, die meinem Gesicht auch einfach nicht steht. In meiner Jugend habe ich dann mit den Kontaktlinsen angefangen, aber ich habe auch mittlerweile das Problem, dass ich die Linsen nicht mehr vertrage. Ständig liegt ein Kratzen oder austrocknen vor, es ist sehr anstrengend. Aber vor der OP habe ich echt angst muss ich sagen, ich bin wirklich empfindlich was das angeht, allein beim Lesen bekomme ich angst, aber einerseits, wenn ich lese wie glücklich du damit jetzt bist gibt es mir eine Motivation. Ich habe demnächst einen Termin in der Augenklinik, ich hoffe nur, dass ich nicht meinen Mut verliere.

  8. Vielen lieben Dank für deinen Bericht. Ich hab fast identische Werte wie du gehabt -3,75 auf beiden Augen, aber zusätzlich noch eine Hornhautverkrümmung. Meine Lasik ist nun 12 Tage her und ich bin total unzufrieden. Hab recht -1,25 und links sogar noch -2,25, sodass ich immer noch halbblind durch die Gegend laufe.

    Die OP fand ich an sich nicht schlimm, außer der Druck auf die Augen, da hab ich echt Panik bekommen. Das wird immer total harmlos dargestellt, aber bei allen, mit denen ich danach geredet habe, war es schmerzhaft. Aber gut, ich habs überlebt… Ich konnte am Tag der OP sogar abends schon TV schauen (mit Sonnenbrille) und ab dem nächsten Morgen hab ich die Sonnenbrille nur noch bei sehr hellem Licht gebraucht. Schmerzen hatte ich überhaut keine, auch kaum trockene Augen oder das Gefühl, ich hätte etwas im Auge. Also soweit hatte ich wohl „Glück“ – nur nicht beim Ergebnis. Ich bin gespannt, was sich jetzt noch tut, aber noch zwei Dioptrien ausgleichen wird sicherlich nicht möglich sein, sodass ich wohl ums Nachlasern nicht drum herum komme und das macht mir jetzt schon Angst…

    1. Hallo Ramona,
      danke, dass du deine Erfahrung schilderst. Bei mir war es so, dass ich schon wenige Tage später die volle Sehstärke hatte. Hieran hat sich bis heute, über 3 Jahre später, nichts geändert. -2,25 ist auch ne Hausnummer. Zumal es jetzt fast 2 Wochen her ist. Die 1 Dioptrien, die es besser wurde, fällt da ja kaum ins Gewicht. Bekommst du das Nachlasern bei deinem Arzt denn ohne weitere Kosten?
      Ich wünsche dir alles Gute!

  9. Hallo Denise! Ich bin gerade auf deinen Beitrag gestoßen, da ich mich schon seit längerer Zeit über die Augenlaser OP informiere. Vielen Dank schonmal vorab für deinen ausführlichen Beitrag zu dem Thema.
    Nach langem Überlegen hab ich jetzt endliche einen Termin für Januar ausgemacht. Das Beratungsgespräch bei der Augenklinik (Anmerkung: Link entfernt) hat mir nochmal sehr viel Sicherheit gegeben. Ich wurde super über alles aufgeklärt und ich hab auch aus meinem Bekanntenkreis noch nichts Negatives über die OP mitbekommen. Du selbst hast das ja auch nochmal bestätigt.
    Viele Liebe Grüße Maria

  10. Hallo Denise
    dein Bericht ist ja schon eine Weile her, aber ich bin drauf gestoßen, weil ich aktuell auch über das Thema recherchiere um eine Entscheidung zu treffen.
    Kannst du sagen, warum du dich damals für die Femto und nicht die Smile Methode entschieden hast? Diese ist doch eigentlich „fortschrittlicher“? Bzw hat nicht die Risiken, die der Flap hat. Ich glaube, ich habe mittlerweile das halbe Internet leer gelesen und immer noch keine so 100%ige Antwort gefunden, ab wann der Flap wirklich komplett verheilt ist (es gibt Stimmen, die sagen, dass er sich sozusagen nur ansaugt aber nicht 100% verwächst) oder ob er nicht doch für immer eine Schwachstelle bleibt. Daher hab ich mich auch gewundert, dass du unter Wasser die Augen öffnest, ich glaube, das würde ich mich nicht mal mit der Smile Methode trauen. Ich hätte wohl zu viel Schiss, dass irgendwelche Wasser-Bakterien oder das Chlor durch den Schnitt kommen, der vielleicht immer noch da ist.
    LG

    1. Hallo Kathrina,
      erstmal sorry für die späte Antwort. Ich hoffe du liest meine Antwort noch. Meine OP ist mittlerweile ja schon ein paar Jahre her. So ganz kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Ich glaube die Smile-Methode ist deutlich teurer. Dies war bei mir allerdings nicht der Hauptgrund (bei sowas zu sparen halte ich auch für falsch). Ich kannte die Praxis und den Arzt bei der ich die OP gemacht habe bereits persönlich durch meinen Job. Das Vertrauen war da und das Bauchgefühl hat einfach gestimmt. Ich hatte damals auch recherchiert und den Arzt auf die Smile-Methode angesprochen, weiß allerdings nicht mehr im Detail warum er davon abgeraten hatte. Mittlerweile, rund drei Jahre später, kann ich dir berichten, dass ich immer noch keine Probleme habe. Dass ich mal kurzsichtig war, habe ich total vergessen. Für mich war die Entscheidung so richtig. Ein Bekannter von mir hat sich mit der Smile-Methode operieren lassen und auch keine Probleme. Mein Eindruck war aber, dass er nach der Op weniger Schmerzen hatte und schneller fit war. Vielleicht bin ich aber auch etwas wehleidiger und ab Tag 2 war es ja schon überstanden. Die Stelle mit dem Tauchen musste ich gerade selber nochmal nachlesen 😀 Das war glaub ich eher ein Test von mir. Seitdem war ich nicht mehr tauchen.

    2. Ich habe mir schon vor vielen Jahren beide Augen lasern lassen (Kurzsichtigkeit) und habe bis heute Probleme mit trockenen Augen. Grund: Der Flap wächst (nur bei mir?) eben nicht wieder richtig an, die Bahnen zur Hydrierung werden langfristig durchtrennt. Ich hatte sehr lange mit einem starken Fremdkörpergefühl zu kämpfen und nehme vor allem im Winter (trockene Luft) bis heute Augentropfen. Zwischen Flap und Auge gab es außerdem kleine Frakturen, die ich bei geringem Licht seitdem immer sehe (als hätte man ständig Fusseln auf dem Auge). Sicht im Dunkeln ist ohnehin schlechter als vorher (z.B. Halo-Effekte beim Autofahren), darüber wurde ich aber vorher informiert. Insgesamt fand ich die Neben- und Nachwirkungen doch weitaus erheblicher, als in den Broschüren des Anbieters dargestellt.

  11. Hallo Leute,
    meine Lasik ist nun 1,5 Wochen her und muss sagen dass ich sehr unzufrieden bin.
    Meine Werte waren +4.0 und +3.75. Nun habe ich auf beiden Augen -0.5. Auf einer Sicht von 50 cm ist alles soweit gut. Alles was darüber hinausgeht ist äußerst unscharf. Praktische sehe ich ab einem Meter extrem schlecht. Natürlich soll man erst eine Zeit abwarten bevor man urteilen kann. Die Sehkraft müsste sich jedoch bei mir noch extrem verbessern um damit leben zu können. Dies kann ich mir aber nicht vorstellen. Der Arzt meinte es würde nach der OP jeden Tag besser werden. Dies kann ich leider überhaupt nicht bestätigen. Nach knapp 2 Wochen nach der OP ist nicht mal ein Hauch von Verbesserung zu spüren. Dies ist für mich im Alltag äußerst belastend. Ich habe einen Termin beim Augenarzt einen Monat nach der OP und bin gespannt was der Arzt mir erzählen wird.

    1. Hallo Michael,
      danke für deine Erfahrung! Du hattest ja fast die gleichen Werte wie ich, nur in die andere Richtung. Ich hatte schon das Gefühl, dass es bei mir von Tag zu Tag besser wurde und war schon nach 2 Tagen geflasht, wie gut ich sehe. Beim Sehtest nach einer Woche war ich wohl aber noch bei -0,5 bzw. -0,25. Nach 4 Wochen und erneutem Führerscheinsehtest dann bei 0 Dioptrien.

      Am Anfang hatte ich auch das Gefühl, dass ich nah nicht mehr so gut sehe, wie vor der OP. Laut Augenarzt eine Gewöhnungssache, da ich als kurzsichtiger Mensch einen anderen Brechpunkte hatte als normalsichtige Menschen. Das hat sich aber schnell gelegt.

      Zwei Wochen nach der OP so schlecht zu sehen, ist natürlich Mist. Eventuell wird nochmal nachgebessert. Wäre super, wenn du deine weitere Erfahrung teilst! Und danke noch mal, dass du deine nicht so positive Erfahrung teilst.

      LG Denise

  12. Vielen Dank für den tollen und ausführlichen Beitrag. Das hatt mir die Angst komplett vor der Augen OP genommen und bin guter dinge, dass ich es auch wie Du ohne Kontaktlinsen eines Tages schaffe :)!

    1. Dankeschön 🙂 Ich denke ein bisschen Angst ist normal und sollte auch sein. Schließlich unterzieht man sich einer Operation. Das Augenlicht ist immerhin unser ein so wichtiger Sinn. Für mich hat alles gut geklappt und ich hatte keine Beschwerden, auch über ein Jahr später nicht. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Eingriff!
      LG Denise

  13. Super, dass du deine Augen Lasern lassen konntest!
    Ich wusste gar nicht, dass mehrere Laser zum Einsatz kommen.
    Ich kann mir vorstellen, dass es für dich ins Erleichterung war. Das war bei mir leider nicht möglich. Lieber Gruß.
    Lea

    1. Ja ich hatte echt Glück 🙂 Meine Stärke war jetzt nicht allzu krass, ich hatte aber schon Bedenken, ob dann nicht meine Hornhaut zu dünn ist oder irgendwas anderes. Für mich war es wirklich ein Stück Lebensqualität keine Kontaktlinsen mehr nutzen zu müssen. Jetzt ein halbes Jahr später kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie meine Sicht ohne Brille war 😀

      Lieben Gruß zurück

      Denise

  14. Neeltje Forkenbrock

    Ich freue mich für dich, dass deine Hornhaut dick genug für den Augenlaser war. Das waren sicherlich bange Minuten. Ich möchte auch sehr gerne meine Augen lasern lassen. Dass meine Hornhaut zu dünn sein könnte wäre eine schrecklich Nachricht für mich, weil ich es mir schon seit Jahren vorgenommen habe.

  15. Danke Denise, dass du deine Erfahrung mit dem Augenlasern mit uns teilen. Ich möchte meine Augen lasern lassen, weil ich dann nie wieder eine Brille brauche. Deine Erfahrung ist sehr hilfreich. Ich wusste nicht, dass stabile Dioptrien Werte wichtig sind.

  16. Danke für die Infos darüber, wie eine Laser Augenbehandlung funktioniert. Meine Oma hatte letzten Monat auch eine Laser-OP. Gut zu wissen, wie die Behandlung unter Hornhautoberfläche eigentlich funktioniert.

    1. Dankeschön 🙂 Das Verfahren kann sicher ein Experte besser erklären. Mir war es aber wichtig einen ehrlichen Erfahrungsbericht zu schreiben. Danach habe ich vor meiner OP selber lange und intensiv gesucht. Auf den Seiten der meisten Augenkliniken bzw. Laserzentren sind die Erfahrungen durch die Bank weg sehr positiv, aber erschienen mir wenig unabhängig.

      Mittlerweile sind seit meiner Laser-OP drei Monate vergangen und ich bin sehr zufrieden und habe keinerlei Nebenwirkungen oder Beeinträchtigungen. Für mich hat sich der Eingriff gelohnt.

      LG Denise

  17. Mir geht es genau gleich, ich bin jetzt bei -2. Und sehe kaum etwas und erkenne auch keine Leute. Dank deinem Bericht, werde ich mir diese OP jetzt echt mal überlegen.

    Schöne Grüße
    Elena

  18. Also wenn einen die Brille nicht stört und man aktuell nicht soo viele Dioptrien hat, also das man sich auch ohne Brille noch zurecht findet, würde ich das auch nicht machen. Aber es ist schon cool, das so etwas überhaupt möglich ist.

    Alles Liebe!

  19. Erst letztens habe ich einen Bericht über das Thema gelesen. Ich überlege nämlich auch schon lange es machen zu lassen. Ich muss sagen mir fehlen immer etwas die Kostenangaben. Klar sind die bei jedem anders. Aber so ein kleiner Anhaltspunkt wäre nicht schlecht.

    Liebe Grüße
    Melanie

  20. Ich muss zugeben, ich hab mir das schon so oft überlegt und denke schon so lange darüber nach. Immerhin quäle ich mich jetzt auch schon seit 11 Jahren mit Brille und Kontaktlinsen. Und mittlerweile ist es so mega mühsam 🙁 aber ich hab leider irrsinnig große Angst vor dieser OP… Das ist wohl der einzige Grund, warum ich es bisher noch nicht durchgezogen habe.

    Lieben Gruß,
    Alice von alicechristina.com

  21. Also sollte irgendwann mal der Fall eintreten, dass ich keine Kontaktlinsen mehr vertrage wäre die OP sicher eine Option. Allerdings habe ich großen Respekt für den Risiken und bin nach deinem Bericht auch eher davon weg. Wenn ich nur aufgeschnittene Hornhaut lese wird mir schon ganz anders …

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

    1. Für mich war die OP genau die richtig Entscheidung. Aber wie du schon schreibst: Es ist eine OP, die wie jede andere OP auch mit Risiken einhergeht und das Augenlicht ist unersetzbar. Ich habe meinen Bericht veröffentlicht, da ich bei meinen eigenen Recherchen fast nur Berichte auf Seiten von Augenkliniken gefunden habe.

      Der Schnitt hört sich schlimmer an als es ist. Da der Schnitt durch einen Laser gemacht wird, bekommst du davon nichts mit. Mein Horror wäre auch gewesen, wenn ich sehe wie ein Messer sich meinem Auge nähert. Es gbt noch das ReLEX Smile Verfahren, was noch minimalinvasiver ist. Da wird nur ein Mini-Schnitt gemacht. Allerdings ist das Verfahren auch wesentlich teurer und wird noch nicht flächendeckend angeboten.

      LG Denise

    1. Dankeschön 🙂 Das Vergessen und Weglegen habe ich komischerweise nicht als Problem gesehen. Bei mir war es eher die Einschränkungen beim Sport, Regen (Brille) und dass ich die Kontaktlinsen nicht mehr wirklich gut vertragen habe.
      LG Denise

  22. Danke für diesen ausführlichen sowie interessanten Bericht! Ich spiele schon seit meinem 13. Lebensjahr mit dem Gedanken, mir die Augen lasern zu lassen (damals nat. noch viel zu jung und die Werte zu instabil). Mittlerweile bin ich leider stark kurzsichtig und vertrage keine Kontaktlinsen mehr. Meine Werte sind allerdings leider immer noch nicht stabil. Ich leide mal mehr, mal weniger unter meiner Kurzsichtigkeit. Insgesamt bin ich aber ein extrem ängstlicher Mensch und hab – auch aufgrund meiner Vorgeschichte (viele Augenentzündungen) – kein gutes Gefühl bei dem Gedanken, mir die Augen lasern zu lassen – obwohl ich schon so viele positive Berichte wie deinen hier gelesen oder gehört habe.
    Na ja, vielleicht bin ich ja irgendwann auch so mutig.
    Liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

    1. Ich denke es ist gut, wenn dir einen gewissen Respekt vor der Operation behälst. Ich habe auch jahrelang darüber nachgedacht und bin irgendwann an einen Punkt gelangt, an dem es mich so gestört hat und ich einfach einen Termin gemacht habe. Bei mir gab es zum Glück keinerlei Schwierigkeiten oder Komplikationen und auch sonst habe ich noch keinen im Bekanntenkreis getroffen, der die OP bereut hat.
      LG Denise

  23. Ich finde es sehr toll, dass du über so ein Thema hier berichtest. Ich würde zwar aktuell meine Augen nicht lasern lassen, da es mich nicht stört mit einer Brille herumzulaufen, aber wer weiß wie das in ein paar Jahren mal ist.

    Ich bin ehrlich im ersten Moment habe ich da immer gedacht, dass ich sehr ängstlich bin aber wie so oft im Leben, wenn man darüber ließt und es mehr versteht und einen Einblick erhält ist es am Ende doch nicht mehr sooo schlimm.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

    1. Wenn dich deine Brille nicht stört, würde ich es aktuell auch nicht machen 🙂 Ich habe mich mit einer Brille leider nie anfreunden könnten. Es war immer irgendwie ein Fremdkörper für mich.
      Mit hat es auch enorme Sicherheit gegeben alles zu lesen, was ich zur LASIK-OP finden konnte und den Arzt alles zu fragen, was mich noch beschäftigt.
      LG Denise

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