Empfehlungen: Minimalismus, Ausmisten & Nachhaltigkeit

Empfehlungen: Minimalismus, Ausmisten & Nachhaltigkeit

Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert

Bei der Recherche zum richtigen Ausmisten bin ich immer wieder auf dieses Buch gestoßen. Die Tipps in dem Buch erfinden das Rad nicht völlig neu. Was mir aber vor allem beim Ausmisten geholfen war die Frage „Macht mich dieser Gegenstand glücklich?“, statt „kann man diesen Gegenstand noch gebrauchen?“. In vielen Fällen hat mein Bauchgefühl nein gesagt, obwohl ich den Gegenstand rein rational behalten hätte. Zum radikalen Ausmisten kann ich dieses Buch nur absolut empfehlen. Einziges Manko: Was mir in dem Buch gefehlt hat war der Aspekt der Nachhaltigkeit. Bei Marie Kondo geht es ums Ausmisten, aber nicht darum die ausgemisteten Sachen zu verkaufen oder verschenken.

Es gibt zu dem Buch auch einen zweiten Teil. Aufgrund der Amazon-Rezensionen war ich etwas skeptisch,was ein weiteres Buch noch an neuen Erkenntnissen bringen kann. Es sind aber noch viele Tipps dabei, wie man auch ein konsequentes Ausmisten schafft und vor allem auch die Ordnung beibehält.

 

KenFM im Gespräch mit: Dr. Christian Kreiß („Geplanter Verschleiß“) [YouTube]

In dem Interview mit Dr. Christian Kreiß geht es um sein dessen Buch Geplanter Verschleiß“. Ich glaube ich habe mir zum ersten Mal ein 90-minütiges YouTube Video komplett reingezogen und zum ersten Mal das Wort Obsoleszenz gehört. Der Film birgt erschreckende Erkenntnisse darüber, wie Firmen die Laufdauer ihrer Produkte planen und dies technisch und psychologisch verschleiern, um ihren Profit zu steigern.

Interessant zu diesem Thema ist auch die ARTE Doku „Kaufen für die Müllhalde“, in der es schwerpunktmäßig um das Glühbirnen-Kartell geht, dass in den Zwanzigerjahren festgelegt hat, dass die Leistung einer Glühbirne maximal bei 1000 Stunden liegen soll, obwohl technisch sehr sehr viel längere Laufzeiten möglich wären.

 

Minimalism: A documentary about the important things [Dokumentation auf Netflix mit deutschen Untertiteln]

Der Titel sagt eigentlich schon alles: Der Film erklärt sehr gut warum Besitz nicht glücklich macht, wie die Sucht nach Konsum funktioniert, aber auch wie wir über unserern Ressourcen leben. Ein wichtiges Zitat aus dem Film, dass die Botschaft sehr gut zusammenfasst ist: „Love people and use things“.

 

Chaos macht uns unglücklich [wissensagentur.de]

Ein interessanter Beitrag darüber wie stark sich Chaos und Unordnung auf unser körperliches Wohlbefinden auswirkt.

 

Dan-Sha-Ri: Das Leben entrümpeln, die Seele befreien: Mit der japanischen Erfolgsmethode Überflüssiges loswerden, Ordnung schaffen, frei sein

In seinen Grundprinzipien hat mich das Buch von Hideko Yamashita sehr an Magic Cleaning von Marie Kondo erinnert. Auch hier geht es darum zu hinterfragen, ob man zu einem Gegenstand eine Beziehung hat und er es überhaupt Wert, dass wir in ihn Mühe und Zeit für die Aufbewahrung investieren. Das Buch geht meiner Meinung nach noch einen Schritt weiter und thematisiert wie sich durch Ausmisten innere Blockaden lösen können und der Energiefluss wieder angeregt wird. Was mir auch besonders an Hideko Yamashitas Buch gefällt ist, dass sie nicht nur von „Entsorgen“ redet, sondern auch wie wir die ausgemisteten Dinge noch sinnvoll weitergeben können.

Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags: Richtig ausmisten – Gerümpelfrei bleiben

Karen Kingston geht in ihrem Buch ganz stark darauf ein, welchen Einfluss Unordnung im Außen auf unser Inneres hat.  Sie erklärt wie Gerümpel für einen negativen Energiefluss sorgt und wie wir in einer Zeit des Überflusses und einer Informationsinflation den Überblick behalten können. Für mich war das Buch ein Anstoß nach meiner Konmari-Ausmiste Aktion eine zweite Runde einzulegen, um letzte Gerümpel-Ecken zu entfernen.

Aufgeräumt leben: Warum weniger Haben mehr Sein ist

Nach der ganzen Lektüre von Ausmiste-Büchern, hat dieses Buch für mich wenig neue Infos bereitgehalten. Dennoch möchte ich euch das Buch von Constanze Köpp nicht vorenthalten, da man in dem Buch wieder viel über tiefere Blockaden und die Ursachen von Unordnung lernen kann. Schritt für Schritt geht sie die einzelnen Bereich im Zuhause durch und geht sehr deutlich darauf ein, dass ein aufgeräumtes Zuhause nicht alles ist, sondern man vielmehr seinen persönlichen Wohlfühlort. schaffen muss.

Aufgeräumt macht glücklich: Der kleine Entrümpel-Ratgeber

Das Aufräumen und Ausmisten der eigenen Wohnung ist nur ein Teil des Buches. Hierzu gibt es weit ausführlichere Ratgeber. Vielmehr geht es in Katherine Gibsons Buch darum das gesamte Leben zu entrümpeln. Neben der materiellen Unordnung gehören hierzu  auch die geistige und emotionale Unordnung. Wer einen Anstoß bzw. Ansatz sucht, das eigene Leben komplett aufzuräumen, ist mit diesem Buch gut beraten.

simplify your life: Einfacher und glücklicher leben

Obwohl Minimalismus gerade in aller Munde ist, ist Lektüre zu dem Thema nicht wirklich neu. Die Simplify your Life Reihe von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar J. Seiwert hilft seit gut 20 Jahren dabei das eigene Leben zu entrümpeln und zu entschleunigen.  Dabei werden die einzelnen Bereiche des Lebens  (Dinge, Geld, Zeit, Gesundheit, Mitmenschen, Partner, Ich, Spiritualität) in einem Pyramidensystem angeordnet. Das Leben wird quasi von außen nach Innen aufgeräumt. Die meisten Tipps in diesem Buch finde ich recht banal und auch nicht wirklich in die Tiefe gehend (weil eben so viele Bereiche abgedeckt werden). Empfehlen kann ich das Buch aber dennoch, weil es zeigt wie die einzelnen Lebensbereiche zusammenhängen und aufeinander aufbauen.

Minimalism Game

Das Minimalism Game beginnt einfach: Am ersten Tag soll lediglich ein Gegenstand ausgemistet werden. Dies steigert sich Tag für das, sodass am letzten Tag schon 30 Dinge ausgemistet werden. In der Summe werden also 465 Gegenstände ausmistet. Klingt viel. Jeder Deutsche besitzt allerdings rund 10.000 Gegenstände.

Zum Minimalism Game finden sich zahlreiche Videos auf YouTube. Eine deutschsprachige Facebookgruppe gibt es hier.

 

Buddha räumt auf: Wie man mit weniger glücklich wird

Mit Aufräumen ist hier nicht nur das Ausmisten gemeint. Die Religionswissenschaftlerin Regina Tödter zeigt in ihrem Ratgeber wie der Buddhismus uns inspirieren kann das zu viel in unserem Leben loszulassen. Hierzu gehören neben Besitz auch unsere Arbeit, unsere Freizeit oder unsere Urlaube. Mittlerweile konnte ich aus dem Buch nicht mehr so viel mitnehmen, da ich vieles bereits in meinem täglichen Leben anwende. Für den Einstieg ins Thema Minimalismus  kann ich das Buch trotzdem empfehlen, da hier nicht nur beschrieben wird, wie man am besten ausmisten sollte, sondern auch Denkanstöße zum Umdenken bietet.

Ich kauf nix!: Wie ich durch Shopping-Diät glücklich wurde

Ein Jahr keine neue Kleidung kaufen. Nachdem Nunu Kaller ein absoluter Shoppaholic war, hat sie einen radikalen Schlussstrich gezogen und entschieden ein Jahr lang nicht mehr shoppen zu gehen, sondern nur noch das anzuziehen, dass sie schon besitzt oder selber angefertigt hat. Zugegeben war ich am Anfang etwas skeptisch wie man damit ein ganzes Buch füllen kann, wurde dann aber eines besseren belehrt. Der Erzählstil ist einfach super witzig und man merkt im Verlauf des Buches wie bei der Autorin ein Umdenken einsetzt. Ein Blick auf ihren Blog zeigt, dass sie sich seitdem weiterhin mit Themen wie Ausmisten und fairer Kleidungskauf auseinandersetzt.

Perlen statt Plunder: Mehr Lebensqualität durch ästhetischen Minimalismus

Ich war zuerst etwas skeptisch, ob der Titel des Buches nicht schon alles zusammenfasst was das Buch aussagt und wurde sehr positiv überrascht. Die Autorin beschreibt in dem Buch ihre sehr persönlichen Erfahrungen, was ich sehr sympathisch finde. Wie ich schon erwartet habe  ging es im ersten Teil darum sich auf das Wesentliche zu reduzieren und  den Fokus auf hochwertige Lieblingsstücke zu legen. Damit hört das Buch aber noch lange nicht auf. Es gibt so viele Lebensbereich in denen ein zu viel herrscht. Andrea Bruchwitz hat in dem Buch sehr schön beschrieben wie wir unser Leben von außen nach innen aufräumen können. So ist es beispielsweise völlig in Ordnung Freundschaften und Verabredungen, die eher ein Muss guten Gewissens auf Eis zu legen. Ein Gedanke mit dem ich mir erst schwer getan habe, aber den ich mittlerweile absolut unterstütze.