Meine Lost Bucketlist: Von diesen Ziele habe ich mich wieder verabschiedet

Meine Lost Bucketlist: Von diesen Ziele habe ich mich wieder verabschiedet

An neuen Ideen für meine Bucketlist mangelt es mir überhaupt nicht. Im Gegenteil: Mein Notizbuch mit weiteren Ideen für meine Bucketlist quillt über. Aus diesem Grund folgt auch in Kürze ein Update meiner Bucketlist.

Was ich dabei völlig vergessen habe, ist die Frage ob ich denn noch alle Punkte auf meiner Bucketlist erreichen möchte. Im letzten halben Jahr war bei mir doch recht viel Bewegung drin und ich habe mich mit meiner Bucketlist verändert. Ich bin nicht nur mutiger geworden und werde definitiv einige Punkte auf meine Liste aufnehmen, die mir vor einigen Monaten noch Angst eingejagt haben oder zu unrealistisch erschienen, sondern es haben sich auch meine Prioritäten verschoben. Im letzten Jahr habe ich z.B. noch sehr viel Geld in Kleidung und Deko-Artikel investiert. Mittlerweile habe ich aber gemerkt, dass Besitz mich nicht bzw. nur kurz glücklich macht und es vielmehr Erlebnisse sind an denen ich wachse und mit denen ich Erinnerungen verbinden. Bspw. das Ziplining in der Eifel oder das Houserunning in Köln.

Auf dem Dach des Dorint Hotels in Köln
Ziplining by night in Berlingen (Eifel)

Daher habe ich mich entschieden eine Lost Bucketlist zu erstellen. Eine Lost-Bucketlist ist für mich eine Liste aller Dinge, die mal auf meiner Bucketlist standen und damit zu den Dingen gehörten, die ich in meinem Leben erlebt haben wollte. Mittlerweile zähle ich diese Dinge aus den unterschiedlichen Gründen aber nicht mehr dazu.

Aus diesen Gründen solltest du eine Lost Bucketlist erstellen:

Hier sind 5 Gründe, warum ein Item aus deiner Bucketlist fallen könnte und eine Erklärung, warum du trotzdem stolz sein solltest.

Du hast dich verändert: Warum sollte man ein Bucketlist Ziel verfolgen für das man keine Leidenschaft mehr hat? Im Gegenteil: Dieses Ziel gehen zu lassen, lässt dir mehr Zeit für die wirklich wichtigen Ziele in deinem Leben. Du kannst stolz darauf sein, dass du dich weiterentwickelst hast und sich die Prioritäten in deinem Leben verschoben haben. Frag dich am besten wer du bist und ob deine Bucketlist noch zu dir passt.

Nachdem ich mich seit Beginn des Jahres mit dem Thema Minimalismus beschäftige, hinterfrage ich mittlerweile immer öfter, ob ich etwas tatsächlich benötige. Aus diesem Grund fallen bei mir direkt mehrere Punkte auf meiner Bucketlist weg:

  • ein teures Parfüm kaufen (wieso stand das eigentlich jemals auf meiner Liste :D)
  • eine Maniküre besuchen
  • eine Pediküre besuchen
  • bei Zalon ein Outfit bestellen (insbesondere nicht mehr, nachdem ich schon bei einer Farbberatung war)
  • eine Kreuzfahrt machen (finde ich immer noch toll, aber der ökologische Aspekt stößt mir doch sehr auf)
  • ein Weinregal besitzen (ich trinke eigentlich so gut wie nie Wein)

Du kannst das Ziel nicht mehr erreichen: Manchmal bist du leider etwas zu spät dran. Es kann sehr traurig sein, wenn man sich bspw. vorgenommen hat einen Sänger live zu hören und dieser plötzlich verstirbt. Oder aber du möchtest das Autokino in deiner Stadt besuchen und dieses schließt bevor du es hingeschafft hast. Besonders hart ist es, wenn persönliche Ziele nicht mehr erreicht werden können. Etwa der Uniabschluss, weil du exmatrikuliert wurdest. Doch macht es wenig Sinn diesen verpassten Chancen nachzutrauen. Ebenso wie ein vergossenes Glas Milch, kann man daran leider nichts mehr ändern und tut besser daran seinen Frieden zu finden. Nicht mehr erreichbare Ziele können eine Chance sein umzudenken und andere, vielleicht noch viel tollere Alternativen zu finden.

Ein Blick auf meine Bucketlist zeigt mir, dass all meine Ziele im Bereich des Möglichen liegen und von mir erreicht werden können.

Du hast die Motivation verloren: Du bist nicht mit Leidenschaft dabei. Das ist okay. Aber lass das Ziel nicht vollständig verschwinden … es neigt dazu zurückzukommen. Mit 14 Jahre habe ich leidenschaftlich gerne mit Acrylfarben gemacht. Danach rund 10 Jahre gar nicht mehr. Mittlerweile macht es mir wieder richtig Spaß kreativ zu sein und ich habe mit dem Handlettering angefangen und diverse Art Nights besucht.

Aufgrund mangelnder Motivation fallen bei mir folgende Ziele weg:

  • ein persönliches Horoskop erstellen lassen (ich glaube da noch nichtmals dran)
  • die Mona Lisa live sehen (Ich war bereits einmal vor dem Louvre und die Schlange war mir einfach viel zu lang. Mich mit Dutzenden Leuten vor das Bild stellen, um ein Selfie zu machen, kommt mir nicht so erstrebenswert vor)
  • wieder ein Aquarium besitzen (irgendwann werde ich mir bestimmt nochmal ein Aquarium anschaffen, aktuell bin ich aber einfach zu viel unterwegs und würde das Aquarium eher als Belastung empfinden)

Die Ziele sind unrealistisch geworden: Du könntest das Ziele theoretisch noch erreichen, allerdings ist es sehr unrealistisch geworden, dass du bspw. mit über 50 noch DSDS gewinnen kannst. Tu dir selber keinen Zwang an und lass diese Ziele gehen. Häufig ist es so, das du eh nicht mehr voll und ganz hinter diesen Zielen stehst. Es kann sehr befreiend sein zu sagen, dass man das nun nicht mehr machen muss.

Aktuell habe ich keine Ziele, die mir unrealistisch vorkommen.

Warum eine Lost Bucketlist wichtig ist:

Einige Bucketlister, wie auch Karina von Bucketlist Memoirs, die ich für meinen Blog interviewt habe, haben zu Beginn eine  Bucketlist erstellt und es sich als Ziel gesetzt eben genau diese Punkte irgendwann alle abgehakt bzw. erlebt zu haben. Tall von fullylived.com hat beispielsweise eine beeindruckende Lebensliste von 100 Zielen erstellt, die er innerhalb von 10 Jahren erreicht hat.

Ich denke, dass jeder seine Bucketlist so gestalten sollte, wie er damit am glücklichsten ist. Das ist ja das tolle an einer Bucketlist. Jede Liste ist individuell und jede Bucketlist-Reise ist anders. Einige können besser damit umgehen, wenn sie eine fixe Liste haben, an der sie sich immer wieder orientieren können und die immer kürzer wird. Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass die Punkte auf meiner Liste immer mehr statt weniger werden. Ich bekomme halt immer neue Ideen und traue mir immer mehr zu und genauso fallen einige Punkte auch wieder weg. Für mich ist meine Bucketlist keine Liste, die ich komplett abgehakt haben muss. Der Weg ist das Ziel und meine Bucketlist somit eine höchst dynamische Liste.

Ich empfehle dir die Punkte, die du wieder von deiner Bucketlist runternimmst, nicht einfach zu streichen, sondern diese in einer Lost Bucketlist festzuhalten. Zum einen kann mangelnde Motivation wiederkommen. Zum anderen ist es interessant diese Liste von Zeit zu Zeit wieder in die Hand zu nehmen und zu schauen, welche Ziele dir noch vor einiger Zeit wichtig waren und in welche Richtung du dich verändert hast. Vielleicht wunderst du dich dann auch, dass dir einige verpasste Chancen gar nicht mehr so weh tun.

Was hältst du von dem Konzept einer Lost Bucketlist und welche Punkte würdest du in deine Lost Bucketlist aufnehmen?

9 Gedanken zu „Meine Lost Bucketlist: Von diesen Ziele habe ich mich wieder verabschiedet

    1. Danke für deinen Kommentar 🙂 Stimmt, wenn man die Ziele gedanklich loswird, die nicht mehr wichtig sind, liegt ein viel stärkerer Fokus auf dem, was man noch erreichen möchte. Es fühlt sich auch befreiend an, irgendwas nicht mehr tun zu „Müssen“.

      LG Denise

  1. Das ist ja mal ein interessanter Beitrag! Ich finde die Idee einer Lost Bucket List ziemlich gut. Eben weil man sich ständig verändert und weiterentwickelt, erscheint mir eine solche Liste sinnvoll.
    Vielen Dank für den inspirierenden Beitrag!
    Liebe Grüße
    Julie

  2. ich sehe das mit bucket listen ganz anders. Meine Reisen entstehen alle mehr oder weniger zufällig nach dem Motto „Okay, da kannst grad günstig hinfliegen – okay, da ists nach Petra ned so weit also auf nach Petra.“ Daher kann ich auch auf eine Lost Bucketlist gut verzichten!

    1. Danke für deinen Kommentar 🙂 Das ist mir bewusst das jeder das anders sieht. Ich bin halt ein Listentyp 🙂 Für mich ist es aber auch keine sture To-Do Liste und bezieht sich auch nicht nur auf Reisen.
      Sie enthällt alle Dinge, die ich mal erleben will, ob Fähigkeiten, Sportarten etc. Für mich schafft die Bucketlist Struktur und führt vor allem dazu, dass ich die Dinge angehen. Was das Reisen angeht: Ich möchte eigentlich überall hinreisen. Wenn es ein günstiges Angebot gibt, nehme ich das auch war. Z.b. war ich auf Kreta, obwohl das nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehört. Die Reiseziele auf meiner Bucketlist sind aber die Ziele, die ich egal was kommt noch in meinem Leben gesehen haben will und da habe ich einen ganz besonderen Fokus drauf mir das zu ermöglichen. Aber da ist jeder anders. Durch meinen Blog und meine Bucketlist habe ich in den letzten 6 Monaten unglaubliche viele neue, spannende Dinge erlebt. Mich motiviert sowas, ich kann mir aber auch vorstellen, dass einige dies als Stress empfinden.

  3. Hallo Denise,
    dein Blog gefällt mir! Bei mir geht es zwar in erster Linie um die 30-Tage-Challenges, aber letztendlich sind es auch fast alles Dinge, die auf meiner Bucket List stehen. Und richtig, die ist total dynamisch und verändert sich stetig! Von daher ist eine Lost Bucket List eine super Idee!

  4. Sehr interessanter Beitrag! So eine Lost Bucket Liste sollte ich mir vielleicht auch mal anlegen. Ich glaube das hilft sehr, um sich wieder auf das Wesentliche zu fokussieren. Danke für die schöne Inspiration.

    Liebe Grüße,
    Diana

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